Prüfung nach FINAT FTM 13: Haftung bei niedrigen Temperaturen von Etiketten / Label / Klebebänder
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Wir führen in unserem Labor die Prüfung nach FINAT FTM 13 zur Beurteilung der Haftung von Selbstklebematerialien bei niedrigen Temperaturen durch. Die Prüfung dient der Bewertung des Haftverhaltens von Etiketten, Labeln und anderen Selbstklebematerialien auf unterschiedlichen Oberflächen unter Kühl- und Gefrierbedingungen. Damit lässt sich beurteilen, ob ein Selbstklebematerial auch bei niedrigen Anwendungstemperaturen eine ausreichende Haftung auf dem vorgesehenen Substrat aufweist.
Anwendung der Prüfung nach FTM 13
Der Test nach FTM 13 dient der praxisnahen Bewertung der Haftung von Selbstklebematerialien bei niedrigen Temperaturen. Besonders relevant ist die Prüfung für Etiketten und Label, die während der Lagerung oder Anwendung niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind, beispielsweise bei gekühlten oder tiefgefrorenen Produkten.
Die Prüfbedingungen können an den vorgesehenen Anwendungsfall angepasst werden. Neben der Verklebung bei Raumtemperatur mit anschließender Prüfung bei niedriger Temperatur sind beispielsweise auch das Aufbringen und Prüfen bei Temperaturen bis −40 °C sowie Untersuchungen auf feuchten oder vereisten Oberflächen möglich. Dadurch können unterschiedliche Bedingungen bei Verarbeitung, Lagerung und Gebrauch von Selbstklebematerialien abgebildet werden.
Durchführung und Details der Prüfung
Bei der Prüfung nach FTM 13 werden mindestens drei Proben des zu untersuchenden Selbstklebematerials auf die jeweiligen Prüfsubstrate aufgebracht. Anschließend werden die beklebten Prüfkörper für eine definierte Verweildauer im Kühl- oder Gefrierschrank gelagert. Typische Verweilzeiten sind eine Stunde und sieben Tage; entsprechend der vorgesehenen Anwendung können auch andere Lagerzeiten festgelegt werden.
Nach der Konditionierung wird das Selbstklebematerial bei der jeweiligen Prüftemperatur von der Oberfläche abgezogen und die Haftung visuell bzw. anhand des Ablöseverhaltens beurteilt. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 5. Eine Bewertung von 0 entspricht einem bereits von der Prüffläche gelösten Material, während 5 eine hervorragende Haftung kennzeichnet, bei der mehr als 50 % des Selbstklebematerials auf der Prüffläche verbleiben. Für jede Prüffläche wird aus den Einzelbewertungen ein Mittelwert bestimmt; zusätzlich kann aus den Ergebnissen verschiedener Oberflächen eine Gesamtbewertung gebildet werden.
Bei der Interpretation ist zu berücksichtigen, dass mit FINAT FTM13 nicht ausschließlich die Leistungsfähigkeit des Haftklebstoffes bestimmt wird. Das Ergebnis beschreibt das Verhalten des gesamten Selbstklebematerials bei niedriger Temperatur. Insbesondere Folienmaterialien können bei tiefen Temperaturen verspröden und dadurch das Ablöseverhalten und die Bewertung beeinflussen.
Bezug zu anderen Prüfungen für Etiketten / Label
Die Prüfung nach FINAT FTM 13 ergänzt weitere Verfahren des FINAT-Prüfprogramms zur Charakterisierung der Haftungseigenschaften von Selbstklebematerialien. Während mit FINAT FTM 1 und FINAT FTM 2 die Klebkraft unter definierten Abzugsbedingungen bei 180° beziehungsweise 90° quantitativ bestimmt wird, bewertet FINAT FTM 13 gezielt die Haftung des Selbstklebematerials unter niedrigen Temperaturen und anwendungsnahen Bedingungen.
Eine ergänzende Prüfung nach FINAT FTM 9 ermöglicht die Bestimmung der Anfangshaftung mittels Loop-Tack-Verfahren. Durch die Kombination dieser Prüfungen können sowohl die initiale Haftung und die Klebkraft unter definierten Standardbedingungen als auch das Haftverhalten bei Kühl- und Gefriertemperaturen bewertet werden. Dies ermöglicht eine umfassendere Beurteilung von Etiketten, Labeln und anderen Selbstklebematerialien für unterschiedliche Einsatzbedingungen.
Fragen Sie gern diese Prüfung an oder informieren Sie sich über unser gesamtes FINAT-Prüfprogramm!
