FINAT FTM 15 Prüfung Benetzbarkeit

FINAT FTM 15 – Benetzbarkeit von coronavorbehandelten Kunststoff-Folien

Wir führen in unserem Labor die Prüfung nach FINAT FTM 15 zur Bestimmung der Benetzbarkeit von coronavorbehandelten Kunststofffolien durch. Die Prüfung dient der Bewertung der Oberflächenenergie von Folien und ermöglicht die Beurteilung ihrer Eignung für nachfolgende Verarbeitungsprozesse wie Bedrucken, Beschichten, Kaschieren oder Verkleben. Dadurch lässt sich feststellen, ob eine Oberflächenvorbehandlung eine ausreichend hohe Benetzbarkeit für eine zuverlässige Haftung von Druckfarben, Lacken, Klebstoffen oder Beschichtungen gewährleistet.

Anwendung der Prüfung nach FTM 15

Der Test nach FTM 15 dient der Beurteilung der Benetzbarkeit und Oberflächenaktivierung von Kunststofffolien nach einer Corona-, Plasma- oder vergleichbaren Oberflächenbehandlung. Sie eignet sich insbesondere für Folienmaterialien aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyester (PET) und weiteren Kunststoffen, die in der Etiketten-, Verpackungs-, Druck- oder Beschichtungsindustrie eingesetzt werden.

Die Untersuchung liefert wichtige Informationen über die Qualität der Oberflächenvorbehandlung und unterstützt die Bewertung der Verarbeitbarkeit von Folien für nachfolgende Druck-, Laminier- oder Klebeprozesse. Gleichzeitig kann überprüft werden, ob die Oberflächenaktivierung den Anforderungen der jeweiligen Anwendung entspricht.

Durchführung und Details der Prüfung

Bei der Prüfung nach FINAT FTM15 wird die Benetzbarkeit der Folienoberfläche mit standardisierten Prüfflüssigkeiten definierter Oberflächenspannung bestimmt. Die Prüfflüssigkeit wird auf die Materialoberfläche aufgetragen und das Benetzungsverhalten innerhalb einer festgelegten Zeit visuell beurteilt.

Die höchste Oberflächenspannung, bei der die Prüfflüssigkeit einen geschlossenen Film bildet und die Oberfläche gleichmäßig benetzt, wird als Maß für die Oberflächenenergie des Materials herangezogen. Die Ergebnisse werden üblicherweise in mN/m (Milli-Newton pro Meter) beziehungsweise Dyn/cm angegeben und ermöglichen einen objektiven Vergleich unterschiedlich vorbehandelter Folien.

Ergänzende Prüfverfahren zur Charakterisierung von Folien und Labels

Die nach FINAT FTM 15 ermittelten Kennwerte liefern wichtige Informationen zur Beurteilung der Oberflächeneigenschaften von Folien und Labels. Für eine umfassende Charakterisierung werden sie häufig mit weiteren Prüfverfahren kombiniert.

Die Benetzbarkeit coronavorbehandelter Kunststofffolien steht in engem Zusammenhang mit der Haftung von Druckfarben, Lacken, Beschichtungen und Klebstoffen. Ergänzend kommen daher Kontaktwinkelmessungen sowie die Bestimmung der freien Oberflächenenergie nach DIN EN ISO 19403 zum Einsatz. Diese Norm ermöglicht eine präzise Bewertung der Oberflächenaktivierung und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Auslegung und Optimierung von Druck-, Beschichtungs-, Laminier- und Klebeprozessen.

Ergänzend kann auch die DIN EN 14370 herangezogen werden. Sie beschreibt die Bestimmung der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten und eignet sich insbesondere zur Charakterisierung von z. B. Druckfarben, Lacken oder Beschichtungsmaterialien. Die Kombination beider Prüfverfahren ermöglicht eine ganzheitliche Beurteilung der Wechselwirkung zwischen Flüssigkeit und Festkörper und unterstützt die Entwicklung zuverlässiger Haftungs- und Benetzungsprozesse.

Fragen Sie gern diese Prüfung an oder informieren Sie sich über unser gesamtes FINAT-Prüfprogramm!



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