FINAT FTM 17 Chemikalienbeständigkeit

FINAT FTM 17 – Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien – Tauchmethode

Wir führen in unserem Labor die Prüfung nach FINAT FTM 17 zur Bestimmung der Beständigkeit von Selbstklebematerialien gegenüber Chemikalien nach der Tauch-Methode durch. Die Prüfung dient der Bewertung des Verhaltens von Haftetiketten, Klebefolien und anderen druckempfindlichen Klebesystemen bei längerem Kontakt mit flüssigen Chemikalien. Damit lassen sich Veränderungen der Klebkraft, des Erscheinungsbildes und der Dimensionsstabilität unter praxisnahen Beanspruchungsbedingungen beurteilen.

Anwendung der Prüfung nach FTM 17

Der Test nach FTM 17 dient der Beurteilung der Chemikalienbeständigkeit kompletter Selbstklebekonstruktionen. Sie eignet sich insbesondere für Haftetiketten, Folienetiketten und selbstklebende Kunststofffolien, die während ihrer Anwendung mit Reinigungsmitteln, Lösemitteln, Ölen oder anderen Medien in Kontakt kommen können. Die Untersuchung liefert wichtige Aussagen zur Eignung von Labels für anspruchsvolle Einsatzbereiche, beispielsweise in der Chemie-, Automobil-, Medizin- oder Konsumgüterindustrie.

Durchführung und Details der Prüfung

Bei der Prüfung nach FINAT FTM17 werden die Prüfmuster für eine definierte Zeit vollständig in die jeweilige Prüfchemikalie eingetaucht. Nach der Tauchlagerung werden die Proben getrocknet und anschließend hinsichtlich ihrer Klebkraft, ihres optischen Erscheinungsbildes sowie möglicher Dimensionsänderungen untersucht.

Die Bestimmung der Haftungseigenschaften erfolgt durch eine Schälhaftungsprüfung nach FINAT FTM 1 „Peel Adhesion (180°) at 300 mm per minute“ vor und nach der Tauchlagerung. Die Klebkraft wird nach einer definierten Lagerzeit unter Standardklimabedingungen bestimmt und mit unbehandelten Referenzproben verglichen. Aus dem Vergleich der Messwerte wird der prozentuale Verlust der Klebkraft berechnet und zur Bewertung der Chemikalienbeständigkeit herangezogen. Zusätzlich kann nach einer weiteren Klimatisierung die Erholung der Klebkraft untersucht werden.

Neben der Haftungsprüfung werden die Prüfmuster auf Farbänderungen, Veränderungen des Druckbildes, Blasenbildung, Randablösungen oder andere Materialschädigungen untersucht. Darüber hinaus werden Dimensionsänderungen nach dem Chemikalienkontakt erfasst und bewertet. Die Prüfbedingungen, insbesondere Tauchdauer, Temperatur und verwendete Prüfmedien, können an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden.

Bezug zu anderen Prüfungen für Etiketten / Label

Die nach FINAT FTM 17 ermittelten Kennwerte werden häufig gemeinsam mit weiteren Prüfungen aus dem FINAT-Prüfprogramm bewertet, um die Beständigkeit und Funktionalität von Haftetiketten umfassend zu charakterisieren. Für die Untersuchung der Oberflächenbeständigkeit gegenüber Chemikalien kann ergänzend die Prüfung nach FINAT FTM 16 „Beständigkeit gegen Chemikalien: Flecken-Methode“ durchgeführt werden, bei der Chemikalien lokal auf die Materialoberfläche aufgebracht werden.

Fragen Sie gern diese Prüfung an oder informieren Sie sich über unser gesamtes FINAT-Prüfprogramm!



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