FINAT FTM 2 - Klebkraft-Prüfung (90°) bei 300 mm/min für Etiketten / Label / Klebebänder
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Wir führen in unserem Labor die Prüfung nach FINAT FTM 2 zur Bestimmung der Klebkraft (90°-Schälhaftung) von Selbstklebematerialien, Haftetiketten und anderen druckempfindlichen Klebstoffsystemen durch. Die Prüfung ermöglicht die Bewertung der Wiederablösbarkeit sowie den Vergleich verschiedener Klebstoffformulierungen auf Papier-, Folien- oder Verbundsubstraten. Für Hersteller und Verarbeiter von Labels, Haftetiketten, Selbstklebeverbunden und Kunststofffolien stellt diese Etiketten-Prüfung eine wichtige Grundlage für Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Reklamationsbearbeitung dar.
Anwendung der Prüfung nach FTM 2
Der Test nach FTM 2 dient der Bewertung der Schälhaftung beziehungsweise Wiederablösbarkeit von Selbstklebematerialien. Im Unterschied zur FINAT FTM 1 erfolgt die Prüfung mit einem Abzugswinkel von 90°. Dadurch eignet sich das Verfahren besonders für den Vergleich unterschiedlicher Haftklebstoffe und Etikettenmaterialien hinsichtlich ihrer Entfernbarkeit von definierten Oberflächen. Die Prüfung ist insbesondere für Haftetiketten und Labels von Bedeutung, die rückstandsfrei oder mit definierten Ablösekräften entfernt werden sollen. Darüber hinaus können Materialien geprüft werden, die bei einer 180°-Prüfung reißen würden.
Durchführung und Details der Prüfung
Bei der Prüfung nach FTM2 wird das zu untersuchende Selbstklebematerial auf eine standardisierte Prüfplatte aus Glas oder alternativ auf andere definierte Oberflächen aufgebracht. Nach dem Anrollen mit einer standardisierten FINAT-Andruckrolle erfolgt die Prüfung nach einer Kontaktzeit von 20 Minuten sowie nach 24 Stunden.
Die Prüfung gemäß FTM 2 erfolgt unter normierten Klimabedingungen von 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte. Die Proben werden mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/min unter einem Abzugswinkel von 90° von der Prüfoberfläche abgezogen. Die Klebkraft wird als Mittelwert in Newton pro 25 mm (N/25 mm) angegeben. Zusätzlich werden Bruchbilder wie kohäsiver Bruch, Klebstoffübertrag, Verschmutzungen der Prüfplatte oder Materialversagen des Obermaterials dokumentiert.
Bezug zu anderen Prüfungen für Etiketten / Label
Die nach FINAT FTM 2 ermittelten Kennwerte werden häufig gemeinsam mit weiteren Prüfungen aus dem FINAT-Prüfprogramm bewertet. Ergänzend zur Bestimmung der 90°-Schälhaftung können Untersuchungen zur Schälhaftung nach FINAT FTM 1 „Peel Adhesion 180° at 300 mm/min“ sowie zur Anfangshaftung nach FINAT FTM 9 durchgeführt werden.
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