FINAT FTM 9 - “Loop-tack”-Anfangshaftung für Etikett / Label / Klebeband
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Wir führen in unserem Labor die Prüfung nach FINAT FTM 9 zur Bestimmung der Anfangshaftung (Tack) von Selbstklebematerialien, Klebefolien, Haftetiketten und anderen druckempfindlichen Klebstoffsystemen durch. Die Prüfung ermöglicht die Bewertung des Soforthaftvermögens und den Vergleich verschiedener Klebstoffformulierungen auf Papier-, Folien- oder Verbundsubstraten. Für Hersteller und Verarbeiter von Labels, Haftetiketten, Selbstklebeverbunden und Kunststofffolien stellt diese Etiketten-Prüfung eine wichtige Grundlage für Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Reklamationsbearbeitung dar.
Im akkreditierten Prüflabor des FILK Freiberg Institute werden entsprechende Untersuchungen an Papieretiketten, Haftetiketten, Kunststofffolien, mehrschichtigen Polymerverbunden sowie weiteren flexiblen Werkstoffen durchgeführt. Die ermittelten Kennwerte liefern wichtige Aussagen zur Verarbeitbarkeit und Gebrauchstauglichkeit von Selbstklebematerialien.
Anwendung der Prüfung nach FTM 9
Der Test nach FTM 9 dient der Bewertung der Anfangs- beziehungsweise Soforthaftung von Selbstklebematerialien. Sie eignet sich besonders für den Vergleich unterschiedlicher Haftklebstoffe und Etikettenmaterialien hinsichtlich ihres „Anfassverhaltens“. Von besonderer Bedeutung ist die Prüfung für Haftetiketten und Labels, die in Hochgeschwindigkeits-Etikettieranlagen oder automatischen Spendesystemen verarbeitet werden.
Durchführung und Details der Prüfung
Bei der Prüfung nach FINAT FTM 9 wird aus dem zu untersuchenden Selbstklebematerial eine Schlaufe mit nach außen gerichteter Klebstoffseite gebildet. Diese sogenannte Loop wird mit definierter Geschwindigkeit auf eine standardisierte Glasoberfläche aufgebracht und unmittelbar wieder abgezogen. Die dabei gemessene maximale Kraft beschreibt die Anfangshaftung des Materials und wird in Newton angegeben.
Die Prüfung gemäß FTM9 erfolgt unter normierten Klimabedingungen von 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte. Vor der Prüfung werden die Proben konditioniert, um reproduzierbare und vergleichbare Ergebnisse sicherzustellen. Für die Auswertung werden mindestens fünf Probekörper geprüft und als Mittelwert ausgewertet. Zusätzliche Beobachtungen wie Papierreißen (Paper Tear) oder ein Klebstoffübertrag auf die Prüfplatte (Adhesive Transfer) werden dokumentiert.
Bezug zu anderen Prüfungen für Etiketten / Label
Die nach FINAT FTM 9 ermittelten Kennwerte werden häufig gemeinsam mit weiteren Prüfungen aus dem FINAT-Prüfprogramm bewertet. Ergänzend zur Bestimmung der Anfangshaftung können Schälhaftungsprüfungen nach FINAT FTM 1 „Peel Adhesion 180° at 300 mm/min“ sowie Untersuchungen zur Kohäsion nach FTM 3 „Static Shear Adhesion“ durchgeführt werden.
Fragen Sie gern diese Prüfung an oder informieren Sie sich über unser gesamtes FINAT-Prüfprogramm!
