VDA 230-210 Klettverschluss-Test

Prüfung nach VDA 230-210: Textilien für die Kraftfahrzeuginnenausstattung / Polsterstoff – Klettverschlusstest

Unser Labor führt die Prüfung nach VDA 230-210 zur Bestimmung der Empfindlichkeit von Polsterstoffen gegenüber Verschleiß durch Klettverschlüsse durch. Der Test bildet mechanische Oberflächenbeanspruchungen durch Hakenverschlüsse im Automotive-Interieur nach und bewertet sichtbare Veränderungen und Beschädigungen.

Die Norm beschreibt zwei praxisnahe Methoden für reproduzierbare Materialvergleiche und anwendungsspezifische Prüfungen von Bezugs- und Polsterstoffen im Fahrzeuginnenraum.

Weitere Verfahren finden Sie in der Übersicht der VDA-Prüfungen für Automotive-Interieur. Über das akkreditierte FILK-Prüflaboratorium können Sie nach weiteren Normen und Prüfverfahren suchen.

Durchführung der VDA 230-210

Die Prüfung erfolgt in Anlehnung an das Martindale-Prinzip. Bei Methode A wird der Probekörper auf einem Martindale-Scheuertisch fixiert und mit einem definierten High Precision Hookpad beansprucht. Dieser standardisierte Prüfkörper bildet die Wirkung eines Klettbandes mit Hakenverschluss reproduzierbar nach.

Bei Methode B wird anstelle des High Precision Hookpads ein konkretes Klettband mit Hakenverschluss verwendet. Dessen Ausführung wird zwischen den Vertragspartnern festgelegt. So kann auch die Beanspruchung durch einen für das jeweilige Fahrzeugbauteil vorgesehenen Klettverschluss untersucht werden.

Nach der Beanspruchung werden die Oberflächenveränderungen unter definierten Betrachtungsbedingungen visuell bewertet. Die zulässigen Veränderungen richten sich nach der jeweiligen OEM- oder Materialspezifikation.

Anwendungen des Tests

Die Prüfung eignet sich insbesondere für textile Sitzbezugs- und Polsterstoffe sowie weitere textile Oberflächen des Automotive-Interieurs, die bei Montage oder Nutzung mit Klettverschlüssen in Kontakt kommen können. Dazu zählen beispielsweise Sitzbezüge, textile Verkleidungen und kaschierte Polstermaterialien.

Unterschiedliche Gewebekonstruktionen, Garne, Oberflächenstrukturen, Ausrüstungen und Kaschierungen können hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit gegenüber Hakenverschlüssen verglichen werden. Bewertet werden beispielsweise Aufrauungen, Fadenzieher und andere sichtbare Veränderungen der textilen Oberfläche.

Verwandte Normen

Das Prüfprinzip ist eng mit dem Martindale-Verfahren verbunden. Zur allgemeinen Bewertung der textilen Abriebfestigkeit führt das FILK die Martindale-Scheuerbeständigkeit nach DIN EN ISO 12947-2 durch.

Für weitere mechanische Beanspruchungen von Materialien im Fahrzeuginnenraum stehen außerdem die Scheuerfestigkeitsprüfung nach VDA 230-211 sowie die Prüfung des Anschmutz- und Reinigungsverhaltens nach VDA 230-212 zur Verfügung.

Weitere Verfahren finden Sie in der Übersicht der VDA-Prüfungen für Automotive-Interieur. Über das akkreditierte FILK-Prüflaboratorium können Sie nach weiteren Normen und Prüfverfahren suchen.



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