Projektziel | AUFGABENSTELLUNG
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung neuartiger kollagenbasierter Polymerverbindungen mit hoher optischer Transparenz für den Einsatz als künstliche Cornea. Die Materialien sollen sich nach Implantation dauerhaft und biokompatibel in das umliegende Hornhautgewebe (Stroma) integrieren und gleichzeitig ihre Transparenz unter physiologischen Bedingungen bewahren. Im Unterschied zu bisherigen Ansätzen wird das Kollagen gezielt chemisch modifiziert, um die natürliche Reorganisation der Kollagenmoleküle zu Fibrillen zu unterdrücken. Dadurch soll die ansonsten auftretende Materialtrübung vermieden werden.
NUTZEN | AUSBLICK
Das Vorhaben leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung innovativer Biomaterialien für die regenerative Medizin und die ophthalmologische Versorgung. Durch die Kombination aus hoher Transparenz, Biokompatibilität und Gewebeintegration kann langfristig eine verbesserte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Hornhautschädigungen ermöglicht werden. Gleichzeitig eröffnet der Ansatz die Möglichkeit, künstliche Corneaimplantate mit reproduzierbaren Eigenschaften und hoher Verfügbarkeit herzustellen. Da auf komplexe Verfahren zur gezielten Ausrichtung von Kollagenfibrillen verzichtet wird und gut verfügbare Ausgangsstoffe eingesetzt werden, bestehen günstige Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Skalierung und die Deckung des bestehenden Marktbedarfs. Das Projekt schafft damit die Grundlage für kosteneffiziente und klinisch anwendbare Lösungen im Bereich künstlicher Hornhautimplantate.
FORMALE ANGABEN | PROJEKTLEITER FILK | PROJEKTPARTNER |
Programm: IGF Förderkennzeichen: 01IF25114N Projektbeginn: 06.2026 Laufzeit: 30 Monate | Evelyn Knappe | Prof. Dr. Joachim Storsberg, Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, Potsdam-Golm |




