Zerstörungsfreie Messung der Dehnungsanisotropie von Leder

BMWi INNO-KOM 49MF190159 | Laufzeit: 05.2020 – 04.2022 David Ehinger, Antoaneta Trommer, Sascha Dietrich, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Leder
  • Prüfmethoden/Analyseverfahren

AUFGABENSTELLUNG

Die Planung und Auswahl des Zuschnitts für die Fertigung eines Lederproduktes orientiert sich nach wie vor an vorhandenen Strukturmustern und Erfahrungswerten, die jedoch in einer Vielzahl von Fällen als Konsequenz der hautspezifischen und richtungsabhängigen Varianz des Beanspruchungs- und Formänderungsvermögens misslingen. Für eine zielgerichtete Optimierung des Zuschnittes sind zuverlässige, detaillierte Messwerte zur Varianz von Dehnungsbetrag und -anisotropie bei niedriger verarbeitungs- und gebrauchsrelevanter Belastung über die gesamte Fläche einer Haut erforderlich. Sowohl mit den beschriebenen Standard-Prüfverfahren als auch mit den modernen bildgebenden und akustischen Messmethoden kann die Dehnungsanisotropie von Leder derzeit nicht zerstörungsfrei und ortsaufgelöst bestimmt werden.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines neuen praxistauglichen und kosteneffizienten Verfahrens unter Anwendung einer asymmetrischen, zerstörungsfreien und ortsaufgelösten Dehnungsmessung, mit Hilfe dessen zuverlässige Informationen zur lokalen Strukturvarianz und damit zur bevorzugten Dehnungsrichtung des untersuchten Leders (ganze Häute und Felle) bzw. Stanzteils generiert werden.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Das neu zu entwickelnde Verfahren trägt wesentlich zur Optimierung bzw. Automatisierung der Herstellung von Lederprodukten und allgemein zu einem ressourcenschonenderen bzw. -effizienteren Umgang mit Leder bei. Mit Hilfe eines zu entwickelnden Auswertealgorithmus wird eine stanzteil- bzw. bereichsbezogene Vorzugsorientierung der Dehnung als Grundlage für eine systematische Planung und Auswahl von Zuschnitten ermittelt.


FORMALE ANGABEN

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49MF190159

Projektbeginn: 05.2020

Laufzeit: 24 Monate

PROJEKTBEARBEITER FILK

Dr. David Ehinger

 

 

 

PROJEKTPARTNER

keine

 

 

 


Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
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