MIPLATES (MIcroPLastic Abrasion TESting) –Schuhsohlen-Index

BMWE INNO-KOM 49MF250108 | Laufzeit: 02.2026 – 07.2028 Nadja Dittrich, FILK Freiberg; Dr. David Ehinger, FILK Freiberg; Dr.-Ing. Mandy Gersch, FILK Freiberg; Dr. Ina Prade, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Prüfmethoden/Analyseverfahren
  • Verfahren/Prozesse

AUFGABENSTELLUNG

Mikroplastik stellt ein globales Umweltproblem mit jährlich mehreren Millionen Tonnen Eintrag in Umwelt und Ozeane dar. Trotz politischer Maßnahmen wie dem European Green Deal und bestehenden Forschungen zu Hauptquellen bleibt der Abrieb von Schuhsohlen bislang unzureichend untersucht. Dabei trägt dieser mit etwa 110 g Mikroplastik pro Person und Jahr erheblich zur Belastung bei. Es fehlen standardisierte Prüfverfahren, um Mikroplastikemissionen aus Schuhsohlen qualitativ, quantitativ und ökotoxikologisch zu bewerten. Dadurch können Materialien bislang nicht vergleichend eingeordnet oder gezielt verbessert werden.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer standardisierbaren Prüfmethodik zur realitätsnahen Simulation und umfassenden Analyse des Mikroplastikabriebs von Schuhsohlen. Kern ist die Entwicklung des MIPLATES-Index (Microplastic Abrasion Testing Index), der verschiedene physikalische, analytische und ökotoxikologische Parameter bündelt und eine transparente Bewertung des Mikroplastikgefährdungspotentials ermöglicht. Dazu gehören die Konstruktion eines Prüfstandes zur Abriebsimulation inklusive Partikelerfassung sowie die Etablierung geeigneter Analyseverfahren (z. B. gravimetrisch, spektroskopisch, mikroskopisch). Am Ende steht eine Klassifizierung von Materialien in Gefährdungsklassen, um emissionsarme und nachhaltige Sohlen gezielt zu entwickeln.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Der MIPLATES-Index schafft erstmals eine transparente und vergleichbare Bewertungsgrundlage für Mikroplastikemissionen von Schuhsohlen. Hersteller können Materialien optimieren und sich Wettbewerbsvorteile sichern, während Verbraucher verlässliche Informationen erhalten. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die Entwicklung nachhaltiger Produkte und stärkt die Kreislaufwirtschaft. Auch Prüfgeräte- und Filtersystemhersteller profitieren durch neue technische Anforderungen und Innovationsimpulse. Insgesamt trägt das Vorhaben zur Reduzierung von Mikroplastik, zum Umweltschutz und zur Erfüllung steigender gesellschaftlicher und regulatorischer Anforderungen bei.


FORMALE ANGABEN
PROJEKTLEITER FILK
PROJEKTPARTNER

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49MF250108

Projektbeginn: 02.2026

Laufzeit: 30 Monate

Nadja Dittrich

keine


Kontakt

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