DIN EN 717-1 Formaldehyd-Abgabe (REACH)

Prüfung nach EN 717-1: Holzwerkstoffe - Bestimmung der Formaldehydabgabe - Teil 1: Formaldehydabgabe nach der Prüfkammer-Methode

Unser Labor führt Prüfungen nach DIN EN 717-1 zur Bestimmung der Formaldehydabgabe von Holzwerkstoffen im Prüfkammerverfahren durch. Im FILK erfolgt die Untersuchung in einer Mikro-Prüfkammer (Micro-Chamber). Unter definierten Kammerbedingungen wird die Formaldehydkonzentration in der Luft bestimmt und damit die Emission des untersuchten Werkstoffs oder Produkts quantitativ erfasst.

Die DIN EN 717-1 wurde insbesondere für Holzwerkstoffe entwickelt. Das Prüfkammerprinzip kann am FILK darüber hinaus auch zur Untersuchung der Formaldehydabgabe anderer geeigneter Materialien und Erzeugnisse eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Holzwerkstoffplatten und Möbelmaterialien ebenso wie Kunststoffe, Textilien, beschichtete Textilien, Leder und Verbundmaterialien.

Anwendungen des Tests

Das Prüfkammerverfahren ermöglicht eine quantitative Bewertung und einen direkten Vergleich der Formaldehydemission unterschiedlicher Material- und Produktvarianten. Die am FILK verwendete Micro-Chamber erlaubt dabei auch die Untersuchung geeigneter Ausschnitte aus Bauteilen unter kontrollierten Prüfkammerbedingungen.

So kann beispielsweise untersucht werden, wie sich Rezepturänderungen, Beschichtungen, Klebstoffsysteme, unterschiedliche Materialaufbauten oder Veränderungen des Herstellungsprozesses auf die Formaldehydabgabe auswirken. Das Verfahren eignet sich damit sowohl für vergleichende Untersuchungen als auch zur gezielten Klärung erhöhter Formaldehydemissionen.

REACH – Formaldehyd-Grenzwerte für Erzeugnisse

DIN EN 717-1 ist auch im Zusammenhang mit den europäischen Anforderungen an Formaldehydemissionen von besonderer Bedeutung. Mit der Verordnung (EU) 2023/1464 wurden im Rahmen von REACH Grenzwerte für die Formaldehydabgabe aus bestimmten Erzeugnissen festgelegt, die seit 6. August 2026 anzuwenden sind.

Für Möbel und Erzeugnisse auf Holzbasis gilt ein Grenzwert von 0,062 mg/m³ Formaldehyd in der Luft einer Prüfkammer. Für andere von der Beschränkung erfasste Erzeugnisse beträgt der Grenzwert 0,080 mg/m³.

Verwandte Prüfungen zur Formaldehydbestimmung

Das FILK führt weitere Prüfungen zur Formaldehydbestimmung durch. Dazu gehören die Gasanalyse nach DIN EN 717-2, die Bestimmung von Formaldehyd in Leder nach DIN EN ISO 17226-3 sowie Prüfungen an Textilien nach DIN EN ISO 14184-3.

Für Werkstoffe und Bauteile des Fahrzeuginnenraums stehen außerdem Prüfungen nach VDA 275 und VW PV 3925 zur Verfügung.



Prüflabor-Anfrage

Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
Meißner Ring 1-5
D-09599 Freiberg

Fon: +49-(0)3731-366-0
Fax: +49-(0)3731-366-130
E-Mail: mailbox@filkfreiberg.de