Prüfung nach ISO 12945-2: Textilien - Bestimmung der Neigung von textilen Flächengebilden zur Flusenbildung auf der Oberfläche und der Pillneigung - Teil 2: Modifiziertes Martindale-Verfahren
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Prüfmethoden
Unser Labor führt Prüfungen nach DIN EN ISO 12945-2 im akkreditierten Verfahren zur Bestimmung der Pillingneigung, der Fusselbildung und der optischen Oberflächenveränderung von textilen Flächengebilden durch. Die Norm beschreibt ein modifiziertes Martindale-Verfahren, bei dem textile Materialien unter definierten Reibbeanspruchungen geprüft werden, um ihr Verhalten im praktischen Gebrauch zu bewerten.
Durchführung der Prüfung
Für die Tests werden die Proben in einem Martindale-Prüfgerät einer festgelegten Anzahl von Reibzyklen ausgesetzt. Durch die wiederholte Flächenreibung entstehen – abhängig von Materialaufbau, Faserart und Konstruktion – Fusseln und gegebenenfalls Pilling-Knötchen auf der Oberfläche. Nach definierten Beanspruchungsstufen erfolgt die visuelle Bewertung anhand genormter Vergleichsbilder beziehungsweise Bewertungsmaßstäbe.
Die Prüfung wird für Möbelbezugsstoffe, Dekorationsstoffe, Bekleidungstextilien, technische Textilien sowie textile Verbundmaterialien eingesetzt. Sie dient der Beurteilung der Gebrauchseigenschaften und der Qualitätsüberwachung von Materialien mit erhöhten Anforderungen an die Oberflächenbeständigkeit. Häufig wird die DIN EN ISO 12945-2 ergänzend zu Abriebprüfungen nach DIN EN ISO 12947-2 angewendet. Während DIN EN ISO 12947-2 die Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß und Materialabtrag bewertet, steht bei DIN EN ISO 12945-2 die Neigung zur Fussel- und Pillbildung infolge mechanischer Beanspruchung im Vordergrund.
