Prüfung nach ISO 12947-2: Textilien - Bestimmung der Scheuerbeständigkeit von textilen Flächengebilden mit dem Martindale-Verfahren - Teil 2: Bestimmung der Probenzerstörung
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Prüfmethoden
Unser Labor führt Prüfungen nach der DIN EN ISO 12947-2 im akkreditierten Verfahren durch. Diese internationale Norm beschreibt ein standardisiertes Prüfverfahren zur Bestimmung der Scheuerbeständigkeit (Abriebfestigkeit) von textilen Materialien mittels Martindale-Verfahren, wobei bei dieser Abriebprüfung die Ermittlung der Scheuertouren bis zum Durchscheuern (Endpunktbestimmung) im Vordergrund steht.
Prüfprinzip und Durchführung
Die Prüfung erfolgt mit einem Martindale-Abriebprüfgerät, bei dem runde Probekörper unter definiertem Anpressdruck gegen ein standardisiertes Reibmaterial (z. B. Wollgewebe nach Norm oder alternatives Abrasiv) geführt werden. Die Bewegung der Probe erfolgt entlang einer Lissajous-Figur, wodurch eine gleichmäßige, multidirektionale Beanspruchung entsteht, die reale Nutzungssituationen gut abbildet.
Die wesentlichen Prüfparameter sind dabei:
Anpressdruck (z. B. 9 kPa oder 12 kPa je nach Anwendung)
Art des Reibmaterials (Standardgewebe oder spezifische Gegenmaterialien)
Anzahl der Scheuerzyklen (Scheuertouren)
Konditionierung der Proben nach Normklima
Während des Tests werden die Proben in festgelegten Intervallen kontrolliert. Der Endpunkt ist erreicht, wenn ein definiertes Schadensbild auftritt, typischerweise:
Durchscheuern (Lochbildung)
Fadenbruch bei Geweben
sichtbare strukturelle Zerstörung der Oberfläche
Die Anzahl der erreichten Scheuertouren bis zum Versagen wird dokumentiert und dient als maßgeblicher Kennwert für die Abriebfestigkeit bzw. Verschleißbeständigkeit des Materials.
Anwendung in der Automobilindustrie
Die Prüfmethode findet auch Anwendung bei der Prüfung von Automobil-Interieur, in ähnlicher Form z. B. in der VDA 230-227.
