Leder - Physikalische und mechanische Prüfungen - Bestimmung der bleibenden Dehnung
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Unser Labor führt Prüfungen nach der DIN EN ISO 17236 im akkreditierten Verfahren durch. Diese internationale Norm beschreibt ein standardisiertes Prüfverfahren zur Bestimmung der bleibenden Dehnung von Leder. Diese gibt Aufschluss darüber, wie stark ein Ledermaterial nach einer definierten Zugbeanspruchung dauerhaft verlängert ist – ein entscheidender Parameter für die mechanische Gebrauchstauglichkeit und Formstabilität bei Anwendungen, bei denen Leder während der Nutzung wiederholt mechanischen Belastungen und Dehnbeanspruchungen ausgesetzt ist. Die Prüfmethodik ist primär für Polster‑ und Möbelleder vorgesehen, lässt sich aber auf alle flexiblen Lederarten anwenden.
Bei der Durchführung der Prüfung nach DIN EN ISO 17236 werden genormte Probekörper aus dem zu untersuchenden Leder entnommen, entsprechend den klimatischen Vorgaben konditioniert und anschließend einer definierten Zugbeanspruchung ausgesetzt. Die Prüfung erfasst sowohl die Dehnung unter Last als auch die damit verbundene Restverformung nach Entlastung, die als „extension set“ bezeichnet wird. Diese Größe wird als Prozentsatz der Ausgangslänge berechnet, wodurch sich sowohl die elastischen als auch die plastischen Anteile der Verformung technisch differenziert quantifizieren lassen.
Die ermittelten Werte zur bleibenden Dehnung liefern aussagekräftige Informationen zur Tragfähigkeit, Flexibilität und Dauerbeanspruchbarkeit von Lederwerkstoffen. Sie unterstützen die Werkstoffauswahl, Qualitätssicherung sowie die Material- und Produktentwicklung, insbesondere in Branchen wie Möbel‑ und Polsterbau, Lederbekleidung oder Fahrzeuginterieur, wo Lederoberflächen häufig mechanischen Spannungen unterliegen.