DIN EN ISO 2286-2 Flächenmasse (Akkreditiert)

Prüfung nach ISO 2286-2: Mit Kautschuk od. Kunststoff beschichtete Textilien - Bestimmung der Rollencharakteristik - Teil 2: Bestimmung der flächenbezogenen Gesamtmasse, der flächenbezogenen Masse der Beschichtung und der flächenbez. Masse des Trägers

Unser Labor bestimmt nach DIN EN ISO 2286-2 die flächenbezogene Gesamtmasse sowie die flächenbezogene Masse von Beschichtung und Träger bei mit Kautschuk oder Kunststoff beschichteten Textilien im akkreditierten Verfahren. Die Flächenmasse ist eine wichtige Kenngröße für beschichtete Textilien und Kunstleder. Neben der Gesamtmasse des Verbundmaterials lässt sich mit dem Verfahren ermitteln, welcher Anteil auf den textilen Träger und welcher auf die Beschichtung entfällt. Die Ergebnisse ermöglichen damit eine differenzierte Beurteilung des Materialaufbaus.

Durchführung der Prüfung nach DIN EN ISO 2286-2

Zur Bestimmung der flächenbezogenen Gesamtmasse werden fünf Probekörper über die Nutzbreite des Materials verteilt entnommen. Die Proben besitzen jeweils eine definierte Fläche von etwa 100 cm² und sollen die gesamte Breite des beschichteten textilen Flächengebildes möglichst repräsentativ erfassen.
Sofern nichts anderes vereinbart wurde, werden die Probekörper zunächst bis zur Massekonstanz getrocknet und anschließend unter den in ISO 2231 festgelegten Bedingungen konditioniert. Danach werden Fläche und Masse jedes einzelnen Probekörpers bestimmt.
Aus Masse und Probenfläche wird die flächenbezogene Gesamtmasse in g/m² berechnet. Das Prüfergebnis ergibt sich aus dem Mittelwert der fünf Einzelbestimmungen.

Bestimmung der flächenbezogenen Masse des Trägers

Für die getrennte Bestimmung der flächenbezogenen Masse des Trägers wird anschließend die Beschichtung von denselben Probekörpern entfernt. Das anzuwendende Verfahren richtet sich nach der Art der Beschichtung und des textilen Trägers. Hierzu kann die Beschichtung mit einem geeigneten Quell- bzw. Lösemittelsystem angelöst und anschließend mechanisch oder durch Extraktion entfernt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Trägermaterial selbst möglichst nicht gelöst oder chemisch angegriffen wird. Nach dem Entfernen der Beschichtung werden die Probekörper erneut getrocknet und gewogen. Die Behandlung wird erforderlichenfalls wiederholt, bis aufeinanderfolgende Wägungen eine ausreichend konstante Masse ergeben. Aus der verbleibenden Masse wird anschließend die flächenbezogene Masse des Trägers in g/m² bestimmt. Bei der Interpretation ist zu berücksichtigen, dass die so bestimmte Trägermasse nicht in jedem Fall exakt der Masse des ursprünglich unbeschichteten Textils entspricht. Bindemittel, Appreturen oder andere Bestandteile können bei der Beschichtung bzw. beim Entfernen der Beschichtung das Ergebnis beeinflussen.

Bestimmung der flächenbezogenen Masse der Beschichtung

Die flächenbezogene Masse der Beschichtung wird aus der Differenz zwischen der flächenbezogenen Gesamtmasse des beschichteten Materials und der flächenbezogenen Masse des nach der Entfernung der Beschichtung verbleibenden Trägers ermittelt. Damit können Gesamtmaterial, Beschichtung und Träger quantitativ voneinander abgegrenzt und Materialaufbauten unterschiedlicher beschichteter Textilien miteinander verglichen werden.

Anwendungen und verwandte Prüfungen

Die Prüfung nach DIN EN ISO 2286-2 ist insbesondere für Kunstleder und mit Kunststoff oder Kautschuk beschichtete Textilien von Bedeutung. Die Flächenmassen können unter anderem bei Materialentwicklung, Produktionskontrolle, Wareneingangsprüfung, Qualitätssicherung und vergleichender Materialbewertung herangezogen werden.

Die Norm gehört zur Normenreihe DIN EN ISO 2286 zur Charakterisierung beschichteter Textilien. Ergänzende Prüfungen sind insbesondere DIN EN ISO 2286-1 zur Bestimmung von Länge, Breite und Nettomasse sowie DIN EN ISO 2286-3 zur Bestimmung der Dicke. Zusammen ermöglichen diese Prüfungen eine grundlegende geometrische und gravimetrische Charakterisierung beschichteter textiler Flächengebilde.
 



Prüflabor-Anfrage

Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
Meißner Ring 1-5
D-09599 Freiberg

Fon: +49-(0)3731-366-0
Fax: +49-(0)3731-366-130
E-Mail: mailbox@filkfreiberg.de