Leder - Organisches Fluor - Teil 1: Bestimmung der nichtflüchtigen Verbindungen durch ein Extraktionsverfahren mit Flüssigkeitschromatographie/Tandem-Massenspektrometrie-Detektor (LC-MS/MS)
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Unser Labor führt Prüfungen nach DIN EN ISO 23702-1 im akkreditierten Verfahren zur Bestimmung per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) in Leder und Lederfaserwerkstoffen durch. Die Norm beschreibt ein chromatographisches Verfahren zur Quantifizierung ausgewählter PFAS-Verbindungen, die in Leder und Lederprodukten insbesondere aus ausrüstungsbedingten, wasser- und schmutzabweisenden Behandlungen oder aus Prozesshilfsmitteln stammen können.
Im Fokus der Untersuchung stehen die Einzelsubstanzen PFOS, PFOA, PFOSA, PFOSF sowie ausgewählte Vorläufer- und Abbauverbindungen wie MeFOSA, EtFOSA, MeFOSE und EtFOSE. Diese Stoffe sind aufgrund ihrer Persistenz, Bioakkumulation und regulatorischen Beschränkungen in zahlreichen Branchen relevant und unterliegen in vielen Anwendungen strengen Grenzwerten bzw. kundenspezifischen Stoffanforderungen.
Durchführung der Prüfung
Zur Durchführung der Tests wird das Lederprobenmaterial unter definierten Bedingungen extrahiert. Die anschließende analytische Bestimmung erfolgt mittels Flüssigchromatographie gekoppelt mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS). Dieses Verfahren ermöglicht eine selektive und empfindliche Quantifizierung der genannten PFAS-Einzelsubstanzen auch im Spurenbereich.
Die Prüfung wird unter anderem bei Leder, Schuhoberleder, Bekleidungsleder, Möbel- und Polsterleder sowie technischen Lederanwendungen eingesetzt. Sie dient der Qualitätssicherung, der Überprüfung gesetzlicher und kundenspezifischer Stoffanforderungen sowie der Bewertung von Ausrüstungs- und Veredelungsprozessen im Hinblick auf PFAS-haltige Komponenten.