DIN EN ISO 2411 Haftfestigkeit (Akkreditiert)

Mit Kautschuk oder Kunststoff beschichtete Textilien - Bestimmung der Haftfestigkeit von Beschichtungen

Material

  • Kunstleder + Beschichtete Textilien

Branche

  • Automotive + Mobility
  • Möbel + Objektausstattung
  • Technische Textilien + Schutzausrüstung

Herausgeber

  • DIN / CEN / ISO

Unser Labor führt Prüfungen nach der Norm DIN EN ISO 2411 (hat die Prüfung DIN 53357 abgelöst) zur Bestimmung der Haftfestigkeit von Beschichtungen auf textilen Trägermaterialien im akkreditierten Verfahren durch. Die Norm beschreibt ein standardisiertes Prüfverfahren zur Ermittlung der Verbundfestigkeit zwischen einer polymeren Beschichtung (z. B. PVC, PU oder ähnliche Beschichtungssysteme) und dem textilen oder faserbasierten Trägerwerkstoff. Die Prüfung dient der Beurteilung der Qualität, Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit beschichteter Flächengebilde, wie sie in zahlreichen technischen Anwendungen eingesetzt werden – unter anderem im Automotive-Bereich, im Innenraumdesign, in technischen Textilien, bei Planen-Materialien oder beschichteten Geweben.

Die Prüfung ist insbesondere geeignet zur Bewertung von:

• Haftfestigkeit zwischen Beschichtung und textilem Träger

• Verbundqualität mehrschichtiger Beschichtungssysteme

• Beständigkeit gegenüber mechanischer Beanspruchung und Ablösekräften

• Produktions- und Qualitätskontrolle beschichteter Textilien und Funktionsmaterialien

• in unserem Prüflabor auch Schadensanalyse bei Ablösungen, Delaminationen oder Schichtversagen im Gebrauch

• Beurteilung des Einflusses von Alterung, Feuchte oder Temperatur auf die Verbundfestigkeit

Das Verfahren ist für beschichtete textile Flächengebilde mit klar definierter Beschichtungsschicht vorgesehen. Für unbeschichtete textile Materialien oder homogene Polymerfolien ohne Trägerstruktur ist die Methode nicht anwendbar.

Durchführung der Haftfestigkeitsprüfung

Bei dem Test wird ein Streifen des beschichteten Materials auf einer starren Unterlage fixiert, während die Beschichtung in einem definierten Winkel – in der Regel 180° – von der Trägerschicht abgezogen wird. Die Probe wird dabei in einer Zugprüfmaschine unter festgelegter, konstanter Geschwindigkeit belastet, während die zum Ablösen erforderliche Kraft kontinuierlich aufgezeichnet wird.

Die Norm definiert unter anderem:

• standardisierte Probengeometrie und Probenvorbereitung

• definierte Abzugsgeschwindigkeit (typischerweise im Bereich von 100 mm/min)

• eine 180°-Peel-Anordnung zur reproduzierbaren Krafteinleitung

• Auswertung der mittleren Ablösekräfte als Maß für die Haftfestigkeit

Zusätzlich können Proben nach klimatischer oder hydrolytischer Vorbehandlung geprüft werden, um das Verhalten unter praxisnahen Einsatzbedingungen zu bewerten.



Prüflabor-Anfrage

Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
Meißner Ring 1-5
D-09599 Freiberg

Fon: +49-(0)3731-366-0
Fax: +49-(0)3731-366-130
E-Mail: mailbox@filkfreiberg.de