Leder - Physikalische und mechanische Prüfungen - Bestimmung der Weiterreißfestigkeit - Teil 2: Zweikantenriss
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Prüfmethoden
Unser Labor führt Prüfungen nach DIN EN ISO 3377-2 im akkreditierten Verfahren zur Bestimmung der Weiterreißkraft von Leder im Doppelkanten-Rissverfahren durch. Die Prüfung ist auf alle Lederarten anwendbar und dient der Ermittlung der Kraft, die erforderlich ist, um einen bereits eingeleiteten Riss kontrolliert fortzusetzen. Im Vergleich zum Einkantenrissverfahren nach DIN EN ISO 3377-1 wird hierbei ein symmetrischer Probekörper mit zwei Rissansätzen verwendet, wodurch insbesondere bei weichen oder stark elastischen Ledern eine stabile und gut reproduzierbare Bewertung des Weiterreißverhaltens ermöglicht wird.
Die Prüfung wird zur Beurteilung von Leder für Schuhe, Lederwaren, Bekleidung, Polsterleder und technische Lederanwendungen eingesetzt. Sie ist insbesondere relevant für Bauteile, bei denen Einschnitte, Perforationen, Nähte oder Kantenbereiche als Ausgangspunkt für eine Rissausbreitung wirken können und ein definiertes Weiterreißverhalten sicherzustellen ist.
Durchführung der Prüfung
Für die Durchführung der Tests werden genormte Lederprobekörper mit zwei definierten Einschnitten (Doppelkante) hergestellt, konditioniert und anschließend in einer Zugprüfmaschine mit festgelegter Prüfgeschwindigkeit beansprucht. Die während der Rissfortpflanzung auftretende Kraft wird kontinuierlich aufgezeichnet und als Weiterreißkraft ausgewertet.
