Leder - Bestimmung der Narbendehnfähigkeit und -bruchkraft (Lastometer-Methode)
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Unser Labor führt Prüfungen nach der DIN EN ISO 3379 im akkreditierten Verfahren durch. Die Norm beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Narbendehnfähigkeit von Leder mittels Kugelstempel- bzw. Lastometer-Methode. Ziel der Prüfung ist die Bewertung der Dehnfähigkeit sowie der Widerstandsfähigkeit der Lederoberfläche gegenüber mechanischer Ausdehnung, insbesondere im Hinblick auf das Auftreten von Rissen oder Oberflächenschäden. Diese Kennwerte sind von besonderer Bedeutung für Anwendungen, bei denen Leder während der Nutzung dreidimensional verformt oder stark gespannt wird, beispielsweise bei Schuhoberledern, Polster- oder Automobil-Interieurmaterialien.
Bei der Durchführung der Prüfung wird ein kreisförmiger Probekörper aus dem Leder entnommen und am Rand in einer Prüfvorrichtung eingespannt. Anschließend wird der Prüfkörper von der Rückseite aus durch einen halbkugelförmigen Stempel bzw. eine Stahlkugel kontinuierlich ausgedehnt. Während der Belastung wird die Verformung (Distension) der Oberfläche sowie die dazugehörige Kraft erfasst. Der Prüfvorgang wird so lange fortgesetzt, bis auf der Narbenseite erste Oberflächenrisse oder andere dauerhafte Schäden auftreten. Zusätzlich kann die Dehnung bis zum vollständigen Durchbruch des Materials bestimmt werden.