Harte Schaumstoffe – Bestimmung der Druckeigenschaften (Verfahren A)
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Unser Labor führt Prüfungen nach der DIN EN ISO 844 (Verfahren A) im akkreditierten Verfahren durch. Diese Norm beschreibt ein standardisiertes Prüfverfahren zur Bestimmung der Druckeigenschaften von harten bzw. starren zellulären Kunststoffen (Schaumstoffen). Ziel der Prüfung ist die Ermittlung mechanischer Kennwerte unter uniaxialer Druckbelastung, insbesondere der Druckspannung, der zugehörigen Stauchung sowie des Druckmoduls.
Die Norm wird für rigide und halbstarre Schaumstoffe angewendet, wie sie beispielsweise in technischen Anwendungen, im Bauwesen, in der Verpackungstechnik oder in funktionalen Leichtbaukomponenten eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Prüfverfahren für weich-elastische Schäume liegt der Fokus hier auf Materialien mit höherer Steifigkeit und struktureller Tragfähigkeit.
Durchführung der Prüfung
Bei der Durchführung nach Verfahren A wird ein genormter, quaderförmiger Prüfkörper zwischen zwei parallelen Druckplatten positioniert und uniaxial einer Druckbeanspruchung unterzogen. Die Belastung erfolgt mit einer definierten Verformungsgeschwindigkeit, wobei die Verschiebung der Druckplatte (Traversenweg) zur Bestimmung der Verformung herangezogen wird.
Während der Prüfung wird die aufgebrachte Kraft kontinuierlich aufgezeichnet und der Prüfkörper bis zu definierten relativen Stauchungen belastet. Aus dem Zusammenhang zwischen Druckspannung und relativer Verformung (Stauchung) werden charakteristische Kennwerte ermittelt, insbesondere die Druckspannung bei definierten Stauchungswerten (z. B. 10 %) sowie – je nach Auswertung – der Kompressionsmodul.
Die aus der Prüfung nach DIN EN ISO 844 (Verfahren A) gewonnenen Kennwerte liefern eine fundierte Grundlage zur Beurteilung der Druckfestigkeit und Steifigkeit von Schaumstoffen. Sie ermöglichen eine reproduzierbare Charakterisierung des mechanischen Verhaltens unter Last, insbesondere im Bereich höherer Verformungsstufen und Spannungen.
Bezug zu anderen Normen
Die DIN EN ISO 844 wird häufig zusammen mit weiteren Prüfungen zur mechanischen Charakterisierung von Schaumstoffen eingesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Bestimmung der Zugfestigkeit und Bruchdehnung nach DIN EN ISO 1798, die Ermittlung der Scherfestigkeit und des Schermoduls nach DIN EN 12090 sowie die Bestimmung der Druckspannungs-Verformungseigenschaften weich-elastischer Schäume nach DIN EN ISO 3386-1. Während DIN EN ISO 844 die Druckfestigkeit und Steifigkeit starrer beziehungsweise halbstarrer zellulärer Kunststoffe unter Druckbeanspruchung bewertet, liefern die ergänzenden Prüfungen Informationen über das Verhalten unter Zug-, Scher- oder elastischer Druckbelastung. Die Kombination dieser Prüfverfahren ermöglicht eine umfassende werkstofftechnische Beurteilung von Schaumstoffen für Anwendungen im Leichtbau, in der Dämmtechnik, im Fahrzeugbau sowie in konstruktiven und lasttragenden Bauteilen.
