Prüfung nach ISO 9073-2: Textilien - Prüfverfahren für Vliesstoffe - Teil 2: Bestimmung der Dicke
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Unser Labor führt Prüfungen nach DIN EN ISO 9073-2 im akkreditierten Verfahren zur Bestimmung der Dicke von Vliesstoffen durch. Die Norm beschreibt ein spezielles Prüfverfahren für normale und voluminöse Vliesstoffe unter definiertem Prüfdruck und berücksichtigt damit die besonderen Eigenschaften dieser Werkstoffgruppe. Im Gegensatz zur DIN EN ISO 5084, die für viele textile Flächengebilde angewendet wird, ist DIN EN ISO 9073-2 speziell auf Vliesstoffe abgestimmt und legt hierfür angepasste Probenahmebedingungen, Prüfdrücke und Messvorrichtungen fest.
Durchführung der Prüfung
Für die Tests werden die Proben unter genormten Klimabedingungen konditioniert und anschließend zwischen einer Auflagefläche und einem definiert belasteten Druckfuß vermessen. Die Dicke wird als Abstand zwischen den beiden Messflächen unter festgelegtem Flächendruck bestimmt. Abhängig von Aufbau und Dicke des Vliesstoffes beschreibt die Norm unterschiedliche Prüfverfahren für normale sowie für voluminöse Vliesstoffe. Die Messung erfolgt an mehreren Proben beziehungsweise Messstellen, um repräsentative Kennwerte für das Material zu erhalten.
Die Prüfung wird für technische Vliesstoffe, Filtermedien, Hygienevliese, Geotextilien, Polstervliese, Dämmstoffe sowie weitere trockengelegte, nassgelegte oder spinnvliesbasierte Flächengebilde eingesetzt. Die Dicke stellt eine grundlegende Materialkenngröße dar und wird häufig gemeinsam mit weiteren Prüfungen der Normenreihe DIN EN ISO 9073, beispielsweise zur Flächenmasse, Zugfestigkeit oder Weiterreißfestigkeit, bestimmt. Für beschichtete Textilien wird dagegen häufig die DIN EN ISO 2286-3 angewendet.
