VW PV 3908 Teppich: Verschleißfestigkeit

Prüfung nach Volkswagen PV 3908: Textilien, Teppiche - Verschleißfestigkeit

Unser Labor führt die Prüfung nach Volkswagen PV 3908 zur Bestimmung der Verschleißfestigkeit von Textilien und Teppichen durch. Das Verfahren bewertet die Widerstandsfähigkeit textiler Flächengebilde gegenüber wiederholter mechanischer Scheuerbeanspruchung im Rundscheuerversuch nach dem Schopper-Prinzip.

Die Prüfung ist insbesondere für Materialien des Automotive-Interieurs vorgesehen und kann sowohl bei Musterprüfungen als auch zur Serienüberwachung eingesetzt werden.

Anwendungen

PV 3908 eignet sich insbesondere für Polsterbezugsstoffe, Teppiche und weitere textile Flächengebilde im Fahrzeug. Mit der Prüfung können unterschiedliche Materialqualitäten, Konstruktionen und Produktionschargen hinsichtlich ihres Verschleißverhaltens verglichen werden.

Der Rundscheuerversuch ermöglicht die Beurteilung sichtbarer Verschleißerscheinungen und des Materialverlustes infolge wiederholter abrasiver Beanspruchung. Damit eignet sich das Verfahren für Materialentwicklung, Qualitätssicherung und Freigabeprüfungen.

Durchführung der Prüfung nach PV 3908

Die Probenvorbereitung erfolgt nach DIN 53863-2. Bei schaumkaschierten Polsterstoffen enthält die Volkswagen-Prüfvorschrift zusätzliche Vorgaben zur Vorbereitung des Materialverbundes.

Die Prüfung wird mit einer Schopper-Scheuermaschine als Rundscheuerversuch durchgeführt. Dabei wird eine kreisförmige textile Probe gegen ein festgelegtes Siliciumcarbid-Scheuerpapier beansprucht. Die Belastung richtet sich nach der jeweils anzuwendenden Technischen Lieferbedingung.

Während der Prüfung wird die Probe regelmäßig von Faserstaub befreit. Bei velourierten Textilien erfolgt vor der abschließenden Beurteilung eine zusätzliche Reinigung mit Druckluft. Anschließend werden das Verschleißbild und gegebenenfalls der Masseverlust bewertet.

Verwandte Prüfungen

PV 3908 basiert auf der ebenfalls am FILK angebotenen DIN 53863-2 – Scheuerprüfungen von textilen Flächengebilden, Rundscheuerversuch.

Für den Abrieb nichtmetallischer Flächengebilde bietet das FILK außerdem die Volkswagen PV 3906 – Prüfung des Abriebverhaltens an.

Ein alternatives Verfahren zur Bewertung der Scheuerbeständigkeit textiler Flächengebilde ist die akkreditierte DIN EN ISO 12947-2 – Bestimmung der Scheuerbeständigkeit mit dem Martindale-Verfahren. Für Automotive-Textilien steht außerdem die VDA 230-227 – Bestimmung der Scheuerbeständigkeit von Textilien mit dem Martindale-Verfahren zur Verfügung.

Eine umfassende Auswahl der am FILK verfügbaren Volkswagen-Prüfverfahren finden Sie in unserer Übersicht der Prüfungen nach VW-/Volkswagen-Spezifikationen; weitere Normen, Spezifikationen und Prüfleistungen können Sie über das akkreditierte FILK-Prüflabor und die zentrale Leistungssuche recherchieren. Bei Material- und Technologieproblemen im Automobil-Interieur unterstützt das FILK zudem mit Schadensanalyse und Fehlerdiagnostik, um Ursachen systematisch einzugrenzen.



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