Faservlies-Dämpfung - Bestimmung der Stauchhärte
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Unser Labor führt Prüfungen nach der Volkswagen-Norm PV 3919 im akkreditierten Verfahren durch. Diese Werksnorm beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Stauchhärte (Kompressionshärte) von weich-elastischen Schaumstoffen. Ziel der Prüfung ist die Charakterisierung des mechanischen Widerstands eines Materials gegenüber Druckbeanspruchung, insbesondere im Hinblick auf das Kraft-Verformungsverhalten unter definierter Kompression.
Die Prüfung wird vor allem für polymerbasierte Schaumstoffe, wie Polyurethan-Schäume, eingesetzt, die beispielsweise in Sitzsystemen, Polsterungen, Armauflagen oder anderen Komfort- und Dämpfungselementen im Fahrzeuginnenraum verwendet werden. Die Stauchhärte ist dabei eine zentrale Kenngröße zur Bewertung von Sitzkomfort, Stützverhalten und Dauerbelastbarkeit.
Bei der Durchführung der Prüfung nach PV 3919 werden genormte Schaumstoffprobekörper unter definierten klimatischen Bedingungen konditioniert und anschließend in einer Prüfmaschine zwischen zwei parallelen Druckplatten positioniert. Die Probe wird mit einer festgelegten Geschwindigkeit auf eine definierte relative Verformung (typischerweise in Prozent der ursprünglichen Probenhöhe) komprimiert. Während der Kompression wird die erforderliche Kraft kontinuierlich erfasst.
Die Stauchhärte wird als Kraftwert bei einem definierten Verformungsgrad (z. B. 40 % Kompression) angegeben. Je nach Prüfvorgabe können zusätzlich mehrere Verformungsstufen ausgewertet werden, um das nichtlineare Verformungsverhalten des Materials detailliert zu beschreiben.
Die ermittelten Test-Kennwerte liefern eine belastbare Grundlage zur Beurteilung der mechanischen Eigenschaften von Schaumstoffen und sind von Bedeutung für die Werkstoffauswahl, Bauteilauslegung und Qualitätssicherung im Automotive-Bereich.