VW PV 3920 Fogging-Prüfung

Prüfung nach Volkswagen PV 3920: Nichtmetallische Werkstoffe der Innenausstattung - Bestimmung des Foggingwertes (F)

Unser Labor führt die Prüfung nach Volkswagen PV 3920 zur Bestimmung des Foggingwertes nichtmetallischer Werkstoffe der Fahrzeuginnenausstattung durch. Das reflektometrische Verfahren bewertet die Neigung flüchtiger Materialbestandteile, unter Wärmeeinwirkung auszugasen und anschließend auf einer kühleren Glasoberfläche zu kondensieren.

Der entstehende Belag kann die Lichtdurchlässigkeit beziehungsweise Sicht durch Fahrzeugscheiben beeinträchtigen. Der Foggingwert F beschreibt die verbleibende Reflexion der Glasplatte nach der Prüfung: Mit zunehmender Menge des Foggingniederschlags nimmt der F-Wert ab. VW PV 3920 deu 1991-01

Anwendungen

PV 3920 ist für nichtmetallische Werkstoffe der Fahrzeuginnenausstattung vorgesehen. Untersucht werden können beispielsweise Kunststoffe, Folien, Kunstleder, beschichtete Textilien, Leder, textile Materialien, Schäume, Verbundwerkstoffe und komplette Materialaufbauten.

Die Prüfung eignet sich insbesondere für Entwicklung, Materialfreigabe und Serienüberwachung von Automotive-Interieurmaterialien. Sie ermöglicht einen vergleichenden Nachweis, wie stark unterschiedliche Werkstoffe oder Materialrezepturen zur Bildung optisch wirksamer Kondensate beitragen.

Durchführung der Prüfung nach PV 3920

Der Prüfkörper wird in einem Glasgefäß der Foggingapparatur erwärmt. Dabei freigesetzte flüchtige beziehungsweise kondensierbare Bestandteile schlagen sich auf einer gekühlten Glasplatte oberhalb der Probe nieder.

Vor der Prüfung wird der Reflexionswert der sorgfältig gereinigten Glasplatte bestimmt. Nach der thermischen Beanspruchung und einer definierten Nachlagerung wird die Reflexion der mit Foggingniederschlag belegten Glasplatte erneut reflektometrisch gemessen.

Aus dem Verhältnis der Reflexionswerte vor und nach der Prüfung wird der Foggingwert F berechnet. Das Verfahren bewertet damit nicht unmittelbar die Masse der emittierten Stoffe, sondern deren optische Wirkung auf der Glasoberfläche. Ein niedrigerer F-Wert kennzeichnet eine stärkere Beeinträchtigung durch Fogging.

Verwandte Prüfungen

Für Volkswagen-Anforderungen bietet das FILK außerdem die akkreditierte PV 3015 – Gravimetrische Bestimmung kondensierbarer Bestandteile an. Während PV 3920 die optische Beeinträchtigung der Glasplatte reflektometrisch bewertet, bestimmt PV 3015 die Menge der kondensierbaren Bestandteile gravimetrisch.

Ein übergeordnetes und ebenfalls akkreditiertes Foggingverfahren ist die DIN 75201 – Bestimmung des Foggingverhaltens von Werkstoffen der Kraftfahrzeug-Innenausstattung. Sie umfasst reflektometrische und gravimetrische Prüfvarianten.

Das FILK bietet außerdem die akkreditierte ISO 6452 – Bestimmung des Foggingverhaltens von Materialien für den Fahrzeuginnenraum an.

A wide range of Volkswagen-specific test methods available at FILK can be found in our overview of testing according to VW/Volkswagen specifications; further standards, specifications and test services can be explored via the FILK accredited test laboratory and central test-service search. For material and technology-related problems in automotive interiors, FILK also provides failure analysis and defect diagnostics to systematically identify possible causes.

Eine umfassende Auswahl der am FILK verfügbaren Volkswagen-Prüfverfahren finden Sie in unserer Übersicht der Prüfungen nach VW-/Volkswagen-Spezifikationen; weitere Normen, Spezifikationen und Prüfleistungen können Sie über das akkreditierte FILK-Prüflabor und die zentrale Leistungssuche recherchieren. Bei Material- und Technologieproblemen im Automobil-Interieur unterstützt das FILK zudem mit Schadensanalyse und Fehlerdiagnostik, um Ursachen systematisch einzugrenzen.



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