Volkswagen PV 3952: Kunststoff-Innenraum-Bauteile - Prüfung der Kratzbeständigkeit
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Prüfmethoden
Unser Labor führt die Prüfung nach Volkswagen PV 3952 im akkreditierten Verfahren durch. Die Prüfvorschrift dient zur Bestimmung der Kratzbeständigkeit spritzblanker Kunststoffoberflächen im Fahrzeuginterieur und -exterieur. Dabei wird bewertet, wie stark eine definierte mechanische Kratzbeanspruchung das sichtbare Erscheinungsbild der Oberfläche verändert. PV 3952 ist beim FILK als akkreditiertes Volkswagen-Prüfverfahren geführt.
Die Prüfung ist insbesondere für Kunststoffoberflächen relevant, die während der Fahrzeugnutzung mechanischen Kontakten und damit möglichen Kratzbeanspruchungen ausgesetzt sind. Typische Anwendungen sind Verkleidungen, Abdeckungen, Konsolen, Dekorbereiche und weitere Kunststoff-Bauteile im Fahrzeuginterieur sowie entsprechende Bauteile im Exterieur.
Durchführung der Prüfung nach PV 3952
Vor der Prüfung werden die Proben unter festgelegten klimatischen Bedingungen konditioniert. Anschließend erzeugt ein maschinell geführter Kratzstichel ein definiertes Kratzmuster auf der Kunststoffoberfläche. Die Beanspruchung erfolgt mit einer festgelegten Prüfspitze und einer auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmten Prüfkraft.
Nach der mechanischen Beanspruchung wird die sichtbare Veränderung zwischen gekratzter und ungekratzter Oberfläche bewertet. Neben der visuellen Beurteilung wird die Farbänderung farbmetrisch erfasst. Dadurch können auch Oberflächenveränderungen quantifiziert werden, die nicht allein anhand der Kratzspur beurteilt werden sollten.
Die PV 3952 ermöglicht damit eine reproduzierbare Bewertung der Kratzbeständigkeit von Automotive-Kunststoffoberflächen und unterstützt Materialauswahl, Bauteilentwicklung, Freigabe und Qualitätssicherung.
Anwendung im Fahrzeuginterieur und -exterieur
PV 3952 ist eine Volkswagen-Prüfvorschrift für Kunststoff-Bauteile. Sie erfasst spritzblanke Oberflächen sowohl im Fahrzeuginterieur als auch im Exterieur.
Damit eignet sich das Verfahren insbesondere zur vergleichenden Bewertung unterschiedlicher Kunststoffwerkstoffe, Oberflächenstrukturen und Herstellungsvarianten hinsichtlich ihrer sichtbaren Kratzempfindlichkeit. Die Prüfung kann sowohl im Rahmen der Materialentwicklung als auch bei der Bauteilfreigabe und der laufenden Qualitätssicherung eingesetzt werden.
Verwandte Prüfungen
Eine eng verwandte Prüfung ist die DIN EN ISO 1518-1 – Bestimmung der Kratzbeständigkeit von Beschichtungsstoffen bei konstanter Last. Sie dient zur Bewertung der Kratzbeständigkeit beschichteter Oberflächen unter definierter mechanischer Beanspruchung.
Für spritzblanke genarbte Kunststoffoberflächen im Fahrzeuginnenraum stellt die Volkswagen PV 3974 – Bestimmung der Schreibfestigkeit eine weitere passende Prüfung dar. Bei hochglänzenden Automotive-Oberflächen ergänzt die Volkswagen PV 3987 – Scheuerbeständigkeit und Mikrokratzbeständigkeit von Hochglanzoberflächen das Prüfangebot.
Eine umfassende Auswahl der am FILK verfügbaren Volkswagen-Prüfverfahren finden Sie in unserer Übersicht der Prüfungen nach VW-/Volkswagen-Spezifikationen; weitere Normen, Spezifikationen und Prüfleistungen können Sie über das akkreditierte FILK-Prüflabor und die zentrale Leistungssuche recherchieren. Bei Material- und Technologieproblemen im Automobil-Interieur unterstützt das FILK zudem mit Schadensanalyse und Fehlerdiagnostik, um Ursachen systematisch einzugrenzen.
