Prüfung nach VCS 1026,82429: Farbechtheit gegen künstliches Licht bei 100 °C / Colour fastness to artificial light at 100 °C
Material
Branche
Herausgeber
Prüfkategorien
Unser Labor führt die Prüfung nach Volvo VCS 1026,82429 zur Bestimmung der Farbechtheit organischer Werkstoffe gegen künstliches Licht bei 100 °C durch. Das Verfahren dient der beschleunigten Bewertung von Farbänderungen und lichtbedingten Alterungserscheinungen unter einer kombinierten Beanspruchung durch künstliche Lichtstrahlung und erhöhte thermische Belastung.
Die Prüfung ist insbesondere für Materialien und Oberflächen des Automotive Interieurs relevant, die im Fahrzeug intensiver Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen ausgesetzt sein können. Dazu zählen beispielsweise sichtbare Sitz- und Verkleidungsmaterialien sowie weitere Innenraumoberflächen.
Fachlich gehört das Verfahren zu den Lichtechtheitsprüfungen und steht zugleich in engem Zusammenhang mit dem Bereich Alterung und Materialermüdung innerhalb der physikalischen Prüfungen.
Einordnung und verwandte Prüfverfahren
VCS 1026,82429 gehört zur Gruppe der Lichtechtheitsprüfungen bei erhöhten Temperaturen für Fahrzeuginnenraummaterialien. Thematisch eng verwandt ist insbesondere die im FILK-Prüflabor ebenfalls angebotene und akkreditierte DIN EN ISO 105-B06, die die Farbechtheit und Alterung gegen künstliches Licht bei hohen Temperaturen unter Verwendung einer Xenonbogenlampe behandelt.
Innerhalb des Volvo-Prüfprogramms besteht eine besonders enge Verbindung zu Volvo VCS 1027,359. Während bei VCS 1027,359 die Farbechtheit gegen künstliches Licht bei 75 °C bewertet wird, beschreibt VCS 1026,82429 eine Beanspruchung bei 100 °C und damit eine thermisch stärker belastende Prüfbedingung.
Durch die Kombination unterschiedlicher Lichtechtheits- und Alterungsprüfungen können Werkstoffe gezielt hinsichtlich ihrer Licht-, Farb- und Alterungsbeständigkeit unter verschiedenen Beanspruchungsbedingungen des Fahrzeuginnenraums bewertet werden.
Durchführung der Prüfung nach Volvo VCS 1026,82429
Die Probe wird unter den in der Volvo-Vorschrift festgelegten Bedingungen künstlicher Lichtstrahlung und erhöhter thermischer Beanspruchung ausgesetzt. Die Prüfung der Farbechtheit gegen künstliches Licht bei 100 °C bildet dabei eine besonders anspruchsvolle kombinierte Licht- und Wärmebeanspruchung ab.
Nach der festgelegten Expositionsdauer werden Farbänderungen und sichtbare Alterungserscheinungen im Vergleich zum ursprünglichen beziehungsweise zu einem nicht exponierten Referenzmaterial beurteilt.
Das Verfahren ermöglicht damit die vergleichende Bewertung unterschiedlicher Werkstoffe, Oberflächen und Farbgebungen und unterstützt Werkstoffentwicklung, Materialauswahl, Freigabe und Qualitätssicherung bei optisch und thermisch beanspruchten Innenraumkomponenten.
Weitere Prüfungen nach Vorgaben von Volvo finden Sie auf unserer Volvo-Seite. Eine Übersicht über Volvo und weitere Automobilhersteller, Verbände und Normungsorganisationen finden Sie unter Prüfungen nach Herausgeber.
