Prüfung nach VCS 5031,19: Brennverhalten von Innenraummaterialien / Flammability of interior materials
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Unser Labor führt die Prüfung des Brennverhaltens von Fahrzeuginnenraummaterialien nach Volvo VCS 5031,19 im akkreditierten Verfahren durch. Das Verfahren bestimmt die horizontale Flammenausbreitung und Brenngeschwindigkeit von Werkstoffen und Materialverbunden im Insassenraum von Pkw, Mehrzweckfahrzeugen, Lkw und Bussen.
Untersucht werden unter anderem Sitz- und Polstermaterialien, Dachhimmel, Tür- und Seitenverkleidungen, Armauflagen, Bodenbeläge, Teppiche, Sonnenblenden sowie weitere nichtmetallische Materialien des Automotive Interieurs. Abhängig vom Einbauzustand werden einzelne Werkstoffe oder fest miteinander verbundene Materialverbunde geprüft.
Fachlich gehört das Verfahren zum Bereich Brennverhalten und Entflammbarkeit innerhalb der physikalischen Prüfungen des FILK. Das Prüfprinzip entspricht einer horizontalen Brennprüfung.
Einordnung und verwandte Prüfverfahren
Volvo VCS 5031,19 steht in besonders enger Beziehung zur FMVSS 302 zur Prüfung des Brennverhaltens von Materialien im Fahrzeuginnenraum. Die Volvo-Vorschrift übernimmt das grundlegende Prüfprinzip der FMVSS 302, enthält jedoch zusätzliche beziehungsweise strengere Anforderungen, um die gesetzlichen Anforderungen mit einem Sicherheitsabstand einzuhalten.
Ein wesentlicher Unterschied betrifft die Brenngeschwindigkeit. Während FMVSS 302 grundsätzlich einen maximalen Wert von 102 mm/min vorsieht, legt Volvo eine strengere Anforderung von 80 mm/min zugrunde. Einzelne Prüfkörper können diesen Wert unter den in der Vorschrift definierten Bedingungen überschreiten, sofern der Mittelwert höchstens 80 mm/min beträgt und kein Einzelwert 96 mm/min überschreitet.
Darüber hinaus übernimmt VCS 5031,19 verschiedene technische Festlegungen aus der ISO 3795, unter anderem zu Prüfbedingungen, Prüfaufbau und Luftströmung. Das Verfahren dient der standardisierten Beurteilung des Brennverhaltens von Fahrzeuginnenraummaterialien und bildet nicht das Brandverhalten eines vollständigen Bauteils oder Fahrzeugs unter realen Brandbedingungen nach.
Durchführung der Prüfung nach Volvo VCS 5031,19
Die konditionierten Probekörper werden horizontal in einem Prüfrahmen angeordnet und an einem Ende für 15 Sekunden einer definierten Gasflamme ausgesetzt. Bei richtungsabhängigen Werkstoffen wird die Probenorientierung berücksichtigt.
Anschließend werden Flammenausbreitung sowie gegebenenfalls Brennstrecke und Brenndauer erfasst und daraus die Brenngeschwindigkeit in mm/min bestimmt. Je nach Brandverhalten erfolgt die entsprechende Klassifizierung, beispielsweise als nicht entzündlich, selbstverlöschend oder weiterbrennend.
Weitere Prüfungen nach Vorgaben von Volvo finden Sie auf unserer Volvo-Seite. Eine Übersicht über Volvo und weitere Automobilhersteller, Verbände und Normungsorganisationen finden Sie unter Prüfungen nach Herausgeber.
