Wie beeinflusst das Sehen die haptische Wahrnehmung von Leder und Kunstlederoberflächen? (VisioHap)

BMWi INNO-KOM 49VF190037 | Laufzeit: 11.2019 – 04.2022 Falk Simon, Susanne Fritz, Frauke Junghans, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Leder
  • Technische Textilien/Composite
  • Werkstoffcharakterisierung

AUFGABENSTELLUNG

Das Gefühl, welches ein Material bei der Berührung mit unserer Haut verursacht, ist für Bezugsmaterialien wie Leder und Kunstleder ein wichtiges Entscheidungskriterium hinsichtlich des Qualitätsempfindens und somit auch für die Kaufentscheidung. Die Betrachtung der haptischen Eigenschaften von Bezugsmaterialien wird derzeit noch losgelöst von den Einflüssen anderer Sinne und Wahrnehmungen untersucht. Im täglichen Leben erfolgt die Wahrnehmung und Beurteilung von Materialien aber in der Regel zuerst visuell. Über die visuelle Wahrnehmung beurteilen wir dabei auch Eigenschaften eines Objektes, die man gedanklich eher dem Tastsinn zuordnen würde, z. B. ob die Oberfläche rau oder glatt, rutschig oder klebrig ist, ob das Objekt schwer oder leicht, kalt oder warm sein wird. Bei gleichzeitigem Sehen und Fühlen kombiniert unser Gehirn dann aus den verschiedenen Sinnes­kanälen einen Gesamteindruck.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Das Ziel des Projektes besteht darin, zu erforschen, wie stark der visuelle Eindruck die haptische Wahrnehmung von Leder- und Kunstlederoberflächen beeinflusst und ob sich dieser Einfluss messtechnisch erfassen lässt.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Die visuelle Wahrnehmung einer Oberfläche führt zu einer Erwartungshaltung bezüglich der bei späterem Berühren entstehenden haptischen Wahrnehmung. Diese Erwartungshaltung verändert sogar die haptische Wahrnehmung beim späteren Berühren im Vergleich zu der haptischen Wahrnehmung, die entstanden wäre, wenn die Oberfläche vor dem Berühren nicht gesehen worden wäre. Gelingt es, den visuellen Einfluss zu quantifizieren und mit physikalischen Kennwerten zu untersetzen, so ist die Basis gelegt, in weitergehenden Entwicklungen die Haptik der untersuchten Oberflächenmaterialien so zu modifizieren, dass die jeweils gewünschte Wahrnehmung beim Nutzer entsteht.


FORMALE ANGABEN

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49VF190037

Projektbeginn: 11.2019

Laufzeit: 30 Monate

PROJEKTBEARBEITER FILK

Falk Simon

Dr. Susanne Fritz

 

 

PROJEKTPARTNER

keine

 

 

 


Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
Meißner Ring 1-5
D-09599 Freiberg

Fon: +49-(0)3731-366-0
Fax: +49-(0)3731-366-130
E-Mail: mailbox@filkfreiberg.de