2022
06.
12.
  • Tagungen/Konferenzen

Angewandte Kollagenforschung

Am 6.12.2022 findet das Netzwerktreffen "Angewandte Kollagenforschung" an unserem Institut statt. 

THEMA: Realitätsnahe Abbilder – aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Gewebe- und Organmodelle

 

Realitätsnahe Modellierungen von Geweben und Organen haben in der medizinischen Forschung und Anwendung einen hohen Stellenwert. Die Angewandte Kollagenforschung bietet einen kleinen Einblick in diesen Bereich, der von chirurgischen Trainingsmodellen bis zu Zellkulturmodellen reicht.­

 


Anwendungsorientiert

Im Rahmen der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten spielt das Training komplexer Operationsabläufe eine wichtige Rolle. Während Körperspenden und Tierkadaver zunehmend auf Ablehnung stoßen, wächst der Bedarf an künstlichen Organmodellen, die die natürlichen Verhältnisse möglichst realitätsnah widerspiegeln. Dabei wünschen sich die Chirurgen ein ganzheitliches Konzept, das nicht nur einzelne Aspekte darstellt. So lassen sich mit herkömmlichen Organmodellen aus Kunststoff zwar räumliche und optische Gegebenheiten gut abbilden, auf der anderen Seite sind aber die Haptik oder die Schneid- und Nähbarkeit mit der Realität kaum vergleichbar. Hier haben sich Organmodelle auf Kollagenbasis in den letzten Jahren bereits vielfach bewährt und stoßen auf großes Interesse. Neue Techniken, wie die additive Fertigung, eröffnen zudem Möglichkeiten zur patientenindividuellen Herstellung von Modellen mit spezifischen Befunden.

Der Keynote-Vortrag beschäftigt sich mit der aktuellen Situation im Bereich der chirurgischen Trainingsmodelle sowie den Wünschen und Herausforderungen von ärztlicher Seite.

In weiteren Vorträgen wird über aktuelle Entwicklungen im Bereich der hybriden Modellerstellung und ultraschalltauglicher Modelle berichtet.


Realitätsnah

Im Bereich der Forschung und Entwicklung neuer Behandlungsmethoden oder Medikamente wird der klassische Tierversuch mehr und mehr durch in vitro-Methoden verdrängt. Dazu werden Modelle der betroffenen Gewebe benötigt, die deren Funktionsweise im Organismus realitätsnah abbilden. Kollagen ist als körpereigenes Protein -ein wesentlicher Bestandteil der extrazellulären Matrix und Grundlage vieler Gewebe - dafür das ideale Material. In Kombination mit einer geeigneten Peripherie aus Pumpsystemen, Reaktoren und Mikrofluidik können mithilfe von Folien, Vliesen oder Hohlfäden aus Kollagen einzelne Gewebefunktionen gut nachgestellt werden. Verschiedene Vorträge berichten unter anderem über Gewebemodelle im Lab-on-a-Chip-System.


Das Vortragsprogramm

Ab 9:00 Uhr

Begrüßungskaffee

10:00 Uhr – 11:00 Uhr

Chirurgische Trainingsmodelle in der klinischen Praxis – Trends und Perspektiven

Prof. Dr. Dirk Weyhe (Pius-Hospital, Universität Oldenburg) (per Live-Übertragung)

11:00 Uhr – 11:30 Uhr

Kaffeepause

11:30 Uhr – 11:55 Uhr

Das Phantom in der OP - Ultraschall-Phantome für die medizinische Ausbildung

Dr. Jana Klammer (Forschungszentrum Ultraschall, Halle)

11:55 Uhr – 12:20 Uhr

3D-Druck trifft Kollagen – hybride Modelle für das Training von Chirurgen

Thomas Lück (cirp GmbH, Heimsheim)

12:20 Uhr – 13:10 Uhr

Mittagspause

13:10 Uhr – 14:10 Uhr

Führung durch die biochemischen und biologischen Labore der FILK Freiberg Institute

Dr. Ina Prade, Dr. Enno Klüver (FILK Freiberg Institute gGmbH)

14:10 Uhr – 14:35 Uhr

Mimicking physiological and pathological situations in 3D biopolymer-based matrices in vitro

Prof. Dr. Tilo Pompe (Universität Leipzig, Leipzig)

14:35 Uhr – 15:00 Uhr

Funktionalisierte Zellträger als Modelle für die Sehnen- und Bändergewebebildung

Prof. Dr. Gundula Schulze-Tanzil (Klinikum Nürnberg Nord, Nürnberg)

15:00 Uhr – 15:20 Uhr

Erzeugung einer biomimetischen Umgebung in Organ-on-a-Chip Systemen

Dr. Ina Prade (FILK Freiberg Institute gGmbH, Freiberg)

15:25 Uhr

Ende der Veranstaltung

 


Wir freuen uns auf Sie


Anfahrt und Übernachtung

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