Volvo VCS 1027,2759 Spez. VOC-Messung

Prüfung nach VCS 1027,2759: Quantifizierung spezifischer flüchtiger organischer Substanzen aus nichtmetallischen Werkstoffen im Fahrzeug-Innenraum / Quantification of specific volatile organic substances from non-metallic materials in vehicle interiors

Unser Labor führt die Prüfung nach Volvo VCS 1027,2759 zur quantitativen Bestimmung spezifischer flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus nichtmetallischen Werkstoffen des Fahrzeuginnenraums durch. Die Prüfung ist insbesondere für die Bewertung von Materialien und Komponenten des Automotive Interieurs relevant und unterstützt Werkstoffauswahl, Materialentwicklung und Qualitätssicherung.

Das Verfahren gehört zum Bereich Emissionen und Geruch. Im Mittelpunkt steht eine Gesamtkohlenstoffanalyse mittels statischer Headspace-GC-FID. Optional kann eine zusätzliche Auswertung mittels MS-Detektor erfolgen, wodurch insbesondere kritisch gelistete oder anderweitig relevante organische Substanzen identifiziert werden können. Damit ergänzt die Prüfung die reine Bewertung der Gesamtmenge organischer Emissionen um Informationen zu ausgewählten Einzelstoffen.

Einordnung und verwandte Prüfverfahren

VCS 1027,2759 ist unmittelbar mit Volvo VCS 1027,2749 verknüpft. Während bei VCS 1027,2749 vor allem die organische Gesamtemission eines nichtmetallischen Werkstoffs bestimmt wird, erweitert VCS 1027,2759 die Untersuchung um die quantitative Bewertung spezifischer flüchtiger organischer Verbindungen.

Beide Volvo-Verfahren basieren auf statischer Headspace-Gaschromatographie und bilden damit ein zusammengehöriges Prüfsystem für die Bewertung organischer Emissionen von Materialien im Fahrzeuginnenraum. Eine weitergehende Charakterisierung von Automotive-Emissionen ist beispielsweise auch nach VDA 278 möglich; dieses Verfahren arbeitet jedoch mit einem anderen analytischen Prinzip. Ergänzende Untersuchungen bietet der Bereich der chemischen Analytik.

Durchführung der Prüfung nach Volvo VCS 1027,2759

Die Materialprobe wird in ein gasdicht verschlossenes Headspace-Gefäß eingebracht und unter den in der Volvo-Vorschrift festgelegten Bedingungen temperiert. Die dabei aus dem Material freigesetzten organischen Verbindungen werden anschließend gaschromatographisch analysiert.

Die Gesamtkohlenstoffanalyse erfolgt mittels GC-FID. Bei Bedarf kann zusätzlich ein MS-Detektor eingesetzt werden, um relevante beziehungsweise kritisch gelistete Einzelverbindungen zu identifizieren. Die Kombination aus Summenbewertung und optionaler Einzelstoffanalyse ermöglicht damit eine differenzierte Beurteilung des Emissionsverhaltens von Materialien für das Automotive Interieur.

Weitere Prüfungen nach Vorgaben von Volvo finden Sie auf unserer Volvo-Seite. Eine Übersicht über Volvo und weitere Hersteller, Verbände und Normungsorganisationen finden Sie unter Prüfungen nach Herausgeber.



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