Prüfung nach VCS 1027,2749: Bestimmung organischer Emissionen aus nichtmetallischen Werkstoffen im Fahrzeug-Innenraum / Determination of organic emissions from nonmetallic materials in vehicle interiors
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Unser Labor führt die Prüfung nach Volvo VCS 1027,2749 zur Bestimmung organischer Emissionen aus nichtmetallischen Werkstoffen des Fahrzeuginnenraums durch. Das Verfahren dient insbesondere der Bewertung der organischen Gesamtemission und ermöglicht den Vergleich des Emissionspotenzials unterschiedlicher Materialien und Komponenten des Automotive Interieurs. Die Prüfung unterstützt damit insbesondere Werkstoffentwicklung, Materialauswahl, Freigabe und Qualitätssicherung.
Die Untersuchung gehört zum Bereich Emissionen und Geruch. Im Mittelpunkt steht eine Gesamtkohlenstoffanalyse mittels statischer Headspace-GC-FID. Optional kann eine zusätzliche Auswertung mittels MS-Detektor erfolgen, wodurch insbesondere kritisch gelistete oder anderweitig relevante organische Substanzen identifiziert werden können. Damit lässt sich die Bewertung der organischen Gesamtemission bei Bedarf um Informationen zu ausgewählten Einzelstoffen ergänzen.
Einordnung und verwandte Prüfverfahren
VCS 1027,2749 entspricht hinsichtlich seines technischen Inhalts VDA 277 und ist eine Weiterentwicklung der früheren Volvo STD 1027,2714, Issue 1. Beide Verfahren gehören zu den etablierten Headspace-Methoden zur Bewertung organischer Emissionen aus nichtmetallischen Materialien im Fahrzeuginnenraum.
Eine besonders enge Verbindung besteht zu Volvo VCS 1027,2759. Während bei VCS 1027,2749 die organische Gesamtemission im Vordergrund steht, erweitert VCS 1027,2759 die Untersuchung um die quantitative Bestimmung spezifischer flüchtiger organischer Verbindungen. Eine weitergehende Charakterisierung von Automotive-Emissionen kann beispielsweise auch nach VDA 278 erfolgen; dieses Verfahren basiert jedoch auf einem anderen analytischen Prinzip. Ergänzende Untersuchungsmöglichkeiten bietet die chemische Analytik.
Durchführung der Prüfung nach Volvo VCS 1027,2749
Die Materialprobe wird in ein gasdicht verschlossenes Headspace-Gefäß eingebracht und unter den in der Volvo-Vorschrift festgelegten Bedingungen temperiert. Die dabei aus dem Material freigesetzten organischen Verbindungen werden anschließend mittels statischer Headspace-Gaschromatographie analysiert.
Die Gesamtkohlenstoffanalyse erfolgt mittels GC-FID. Aus dem chromatographischen Signal wird die organische Gesamtemission des untersuchten Materials bestimmt. Optional kann zusätzlich ein MS-Detektor eingesetzt werden, um relevante beziehungsweise kritisch gelistete Einzelverbindungen zu identifizieren. Auf diese Weise ermöglicht die Prüfung sowohl eine vergleichende Bewertung des gesamten Emissionspotenzials als auch – bei entsprechender zusätzlicher Auswertung – eine weitergehende Beurteilung ausgewählter organischer Substanzen.
Weitere Prüfungen nach Vorgaben von Volvo finden Sie auf unserer Volvo-Seite. Eine Übersicht über Volvo und weitere Hersteller, Verbände und Normungsorganisationen finden Sie unter Prüfungen nach Herausgeber.
