Prüfungen für Volvo – Anforderungen an Materialien und Bauteile im Fahrzeuginnenraum
Unser Labor führt Prüfungen nach Volvo-Prüfvorschriften für Materialien und Bauteile im Automotive-Interieur durch. Die Volvo STD-, VCS- und weiteren herstellerspezifischen Prüfverfahren dienen insbesondere der Materialqualifizierung, Bauteilfreigabe und Qualitätssicherung von Werkstoffen und Oberflächen für den Fahrzeuginnenraum.
Das Prüfspektrum reicht von physikalischen Prüfungen und chemischer Analytik bis zur umfassenden Bewertung von Emissionen und Geruch. Untersucht werden unter anderem Leder und Lederfaserwerkstoffe, Kunstleder und beschichtete Textilien, Textilien, Kunststoffe, Elastomere, Folien, Schäume und Verbundmaterialien sowie daraus hergestellte Bauteile.
Schwerpunkte der Volvo-Prüfungen:
Emissionen flüchtiger Stoffe: Hierzu zählen die Bestimmung von Formaldehydemissionen nach der modifizierten Flaschenmethode sowie die Untersuchung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) und der Gesamtkohlenstoffemission bzw. TVOC mittels Headspace-Gaschromatographie. Je nach Verfahren kommen unter anderem GC-FID und massenspektrometrische Auswertungen zur Anwendung.
Fogging und Geruch: Mit Foggingprüfungen wird die Neigung kondensierbarer Materialemissionen zur Bildung von Ablagerungen auf kühleren Oberflächen beurteilt. Je nach Volvo-Verfahren erfolgt die Bewertung reflektometrisch oder gravimetrisch. Ergänzend wird das Geruchsverhalten von Innenraummaterialien nach definierter Temperatur- und Feuchtebeanspruchung sensorisch bewertet.
Licht-, Wärme- und Alterungsbeständigkeit: Volvo-Prüfvorschriften untersuchen die Lichtechtheit, Heißlichtechtheit und beschleunigte Lichtalterung von Interieurmaterialien. Dabei werden Farbänderungen und sichtbare Alterungserscheinungen nach definierter Licht- und Temperaturbeanspruchung beurteilt. Weitere Verfahren erfassen die Alterung und Materialermüdung unter festgelegten Klima- und Temperaturbedingungen.
Farbechtheit und Oberflächeneigenschaften: Zu den Echtheitsprüfungen gehören unter anderem Untersuchungen zur Farbübertragung und zur Beständigkeit von Oberflächen gegenüber mechanischer Beanspruchung. Spezifische Volvo-Verfahren bewerten beispielsweise die Übertragung von Farbstoffen aus Jeansgewebe. Darüber hinaus werden Anschmutzverhalten und Reinigungsfähigkeit von Innenraumoberflächen untersucht.
Brennverhalten: Die Prüfung von Brennverhalten und Entflammbarkeit dient der Beurteilung des Brandverhaltens von Werkstoffen und Bauteilen der Fahrzeuginnenausstattung.
Chemische Material- und Oberflächenbewertung: Ergänzend zu Emissionsprüfungen werden spezifische chemische Eigenschaften untersucht. Dazu gehört beispielsweise der Volvo-Test auf auslaugbares beziehungsweise freisetzbares Nickel an Oberflächen.
Die Volvo-Prüfungen sind insbesondere für Sitz- und Polstermaterialien, Sitzbezüge, Tür- und Seitenverkleidungen, Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Dachhimmel, textile Innenverkleidungen sowie weitere dekorative und funktionale Oberflächen im Fahrzeuginnenraum relevant. Durch die Kombination von Emissionsanalytik, sensorischen Prüfungen, physikalischer Werkstoffprüfung und chemischer Analytik lassen sich sowohl Materialeigenschaften als auch das Verhalten kompletter Komponenten umfassend beurteilen.
Unten finden Sie die vom FILK-Prüflabor angebotenen Volvo STD-, VCS- und weiteren Volvo-Prüfverfahren. Die jeweiligen Einzelprüfseiten enthalten weitere Informationen zu Prüfprinzip, Durchführung und Beziehungen zu verwandten Verfahren. Einzelne Prüfungen werden im akkreditierten Bereich durchgeführt. Bitte fragen Sie uns auch zu weiteren Volvo-Prüfvorschriften und spezifischen Prüfanforderungen an.
Hier finden Sie eine Übersicht über die Herausgeber von Vorschriften und Regelwerken – einschließlich einer Vielzahl von Automobilherstellern –, nach deren Anforderungen im FILK-Prüflabor Prüfungen durchgeführt werden.
Informieren Sie sich gern auch über das umfangreiche Gesamtangebot des Prüflabors oder suchen Sie nach bestimmten Normen oder Prüfthemen!
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