Analyse tierischer Inhaltstoffe in veganen Lederalternativen

BMWK INNO-KOM 49MF220028 | Laufzeit: 09.2022 – 02.2025 Sandra Stenzel, Ines Stachel, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Kollagen
  • Leder
  • Prüfmethoden/Analyseverfahren

AUFGABENSTELLUNG

Die Leder- und Lederwaren­industrie spielt eine heraus­ragende Rolle in der Welt­wirt­schaft, insbe­sondere bei der Herstellung von Textilien, Schuhen, Möbeln und der Innen­aus­stattung von Fahr­zeugen. Mit dem in den letzten Jahren stark gestiegenen ökolo­gischen Bewusst­sein seitens der Verbraucher/ Kunden wächst auch das Interesse an Leder­ersatz­stoffen, den soge­nannten veganen Leder­alter­nativen, stetig an. Solche veganen Leder­alter­nativen sind Materialien, die Leder imitieren, aber nicht aus der Haut von Tieren herge­stellt werden. Meist enthalten sie pflanz­liche Fasern wie Ananas- oder Kaktus­blätter, mikrobielle Zellulose oder Pilzmycel oder -trama. Beim Kauf solcher Produkte wünschen sich Verbraucher die Sicherheit, dass es sich bei den beworbenen veganen Produkten wirklich um vegane Leder­alter­nativen handelt, kein Gelatine­kleber zum Verkleben der einzelnen Schichten oder tierische Leder­faser­stoffe als Füll­material verwendet wurde. Eine analytische Methode zum Nachweis von tierischen Inhalts­stoffen bei veganen Leder­alter­nativen existiert aber zurzeit nicht.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Ziel des geplanten Projekts ist daher die Entwicklung eines Verfahrens zum Nachweis eventuell vorhandener tierischer Inhalts­stoffe in als vegan gekenn­zeich­neten Leder­alter­nativen und in Verbrauchs­gütern, die daraus herge­stellt werden (z. B. Schuhe). Die zu erarbeitende Methodik entspricht einer Spuren­analytik und soll mithilfe einer Kombi­nation aus DNA-basierten und protein­basierten Analyse­verfahren reali­siert werden. Die isolierten Ziel­moleküle sollen mittels Massen­spektro­metrie (MS, für Proteine) und real-time Polymerase-Ketten­reaktion (PCR, für DNA) analy­siert werden.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Als konkretes Ergebnis des Projektes soll eine Test­routine vorliegen, die für die Authen­tifi­zierung eventuell vorhandener tierischer Bestand­teile in als vegan gekenn­zeich­neten Produkten eingesetzt werden kann. Damit trägt die zu entwickelnde Test­routine zu einer umfassenderen Charakteri­sierung veganer Leder­alter­nativen bei. Solche Qualitäts­prüfungen gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden sowohl von Herstellern als auch von Verbrauchern verstärkt nachgefragt.


FORMALE ANGABEN
PROJEKTLEITER FILK
PROJEKTPARTNER

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49MF220028

Projektbeginn: 09.2022

Laufzeit: 30 Monate

Dr. Sandra Stenzel

Dr. Ines Stachel

keine


Kontakt

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