MALDI-TOF-MS für die Analyse von Pilzen

BMWi INNO-KOM 49MF200157 | Laufzeit: 04.2021 – 09.2023 Kathrin Leppchen-Fröhlich, Birgit Voigt, Ina Prade, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Leder
  • Prüfmethoden/Analyseverfahren

AUFGABENSTELLUNG

Leder als Naturwerk­stoff unterliegt einem natür­lichen Zersetzungs­prozess durch Mikro­organismen. Die Her­stellung von Leder­produkten erfolgt häufig in inter­nationaler Arbeits­teilung. Dadurch müssen Halb­fabrikate, Leder und Leder­waren über weite Strecken und verschiedene Klima­zonen transpor­tiert werden, was das Wachs­tum von Schimmel­pilzen fördert. Der Befall führt nicht nur zur Qualitäts­verminderung, sondern stellt auch eine gesund­heitliche Gefähr­dung dar. Bisherige Methoden die Schimmel­pilz­arten direkt von den befallenen Materialien in kurzer Zeit eindeutig zu identi­fizieren, um anschließend geeig­nete Maßnahmen einzu­leiten sind ungenügend.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer schnellen, kosten­günstigen und vali­dierten Bestimmungs­methode zum Nachweis material­schädigender und gesund­heits­gefährdender Schimmel­pilz­arten für Leder und Halb­fabri­kate. Die zu entwickelnde Methode soll auf Grund­lage des massen­spektro­metrischen Verfahrens MALDI-TOF beruhen und von Diagnostik­laboren oder in Prüf­laboren produ­zierender Unter­nehmen direkt ver­wendet werden können.

 

NUTZEN | AUSBLICK

In Abhängigkeit von der vorliegenden Schimmel­pilz­art und dem damit verbundenen Risiko, welches von der Art ausgeht, können Maßnahmen zur Eingren­zung des wirt­schaft­lichen Schadens und das gesund­heit­liche Risiko abgeleitet werden.

Handelt es sich bspw. nicht um einen Material­zer­störer, kann über eine Reini­gung und Desinfek­tion der kontami­nierten Leder und Halb­fabrikate eine Weiter­verwendung des Materials erreicht werden. Bei material­zerstörenden Arten muss das Ausmaß der Zerstörung geprüft werden. Wird ein Schimmel­pilz identifi­ziert, dessen Resistenz gegenüber Wirk­stoffen im Konservierungs­mittel der Leder­her­stellung bekannt ist, müssen entsprechend die Konser­vierungs­mittel ersetzt werden.

FORMALE ANGABEN

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49MF200157

Projektbeginn: 04.2021

Laufzeit: 30 Monate

PROJEKTBEARBEITER FILK

Dr. Kathrin Leppchen-Fröhlich

 

 

 

PROJEKTPARTNER

keine

 

Kontakt

FILK Freiberg Institute gGmbH
Meißner Ring 1-5
D-09599 Freiberg

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Fax: +49-(0)3731-366-130
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