Reibinstabilitäten von Interieurmaterialien bei Klimawechsel

BMWi INNO-KOM 49MF200041 | Laufzeit: 09.2020 – 02.2023 Susanne Fritz, FILK Freiberg
  • Kategorien:
  • Leder
  • Technische Textilien/Composite
  • Werkstoffcharakterisierung

AUFGABENSTELLUNG

Störgeräusche, verursacht durch Reib­instabili­­täten von Auto­mobil­­interieur­­materialien, verur­sachen Kunden­­unzufrieden­heit, stören die Konzentration und führen entlang der Wert­­schöpfungs­­kette zu Fehler­­kosten im Millionen­­bereich. Eine realitäts­nahe Prognose des Stör­geräusch­­risikos ist deshalb fundamental wichtig. Doch während sich in der Praxis die Materialien ständig im klimatischen Nicht­­gleich­gewicht befinden, erfolgt die Labor­­prüfung aktuell nur bei statischen Klima­­bedingungen, bei denen sich die Materialien bezüglich ihrer Stör­geräusch­­anfällig­keit unter Umständen völlig anders verhalten könnten als in der Praxis.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Im Projekt soll deshalb eine neu­artige Prüfung entwickelt werden, um das Stör­geräusch­­risiko unter Klima­­wechsel­­verhält­nissen abzubilden. Dazu sollen Klimatisierungs­­prozesse wie im Fahr­zeug mit Hilfe eines Klima­­schrankes nach­gestellt und während dessen kontinuierlich die Stick-Slip-Neigung der Material­­paarung als Ursache für die Stör­­geräusch­­entstehung erfasst werden. Die Heraus­­forderung besteht vor allem darin, trotz der Nutzung klimatischer Nicht­­gleich­­gewichts­­zustände die geforderte hohe Reproduzier­­barkeit und Vergleich­­barkeit der Prüf­­ergebnisse zu gewähr­­leisten.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Durch diese neu­artige Prüfung wird die Realitäts­­nähe der Stick-Slip-Prüfung deutlich erhöht, was zuverlässigere Prognosen über das Material­­verhalten in der Praxis ermöglicht. Durch die Nutzung der klimatischen Nicht­­gleich­gewichts­­zustände und die dafür nötige Beschleunigung des Prüf­­ablaufs werden außerdem in vergleichs­­weise kurzen Prüf­­zeiten sehr viel mehr Informationen über das Material­­verhalten generiert. Diese stehen für Forschung und Entwicklung sowie für die Material­­optimierung zur Verfügung.


FORMALE ANGABEN

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49MF200041

Projektbeginn: 09.2020

Laufzeit: 30 Monate

PROJEKTBEARBEITER FILK

Dr. Susanne Fritz

 

 

 

PROJEKTPARTNER

keine

 

 

 


Kontakt

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