Entwicklung von gummierten, 3-dimensionalen Gewirken für die Herstellung pneumatisch aktivierbarer Freiformkörper

BMWi IGF 17549 BR | Laufzeit: 11.2012 – 04.2015 Kristin Trommer, FILK Freiberg; Hans-Jürgen Heinrich, Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH, Chemnitz

Das IGF-Vorhaben 17549 BR der Forschungsvereinigung „Verein zur Förderung des
Forschungsinstitutes für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) Freiberg/Sachsen e.V., Meißner Ring 1, 09599 Freiberg“ wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der
„Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF)“ vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
gefördert. Wir bedanken uns für die gewährte Unterstützung.

 


Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden gummierte, 3-dimensionale Gewirkestrukturen
entwickelt, die nach einer pneumatischen Aktivierung Freiformen ausbilden. Dafür wurden textile
Lösungen erarbeitet, die mit der bisherigen am Markt befindlichen Wirktechnik, speziell der
Rechts-Rechts-Rascheltechnik, serienmäßig nicht herstellbar waren. Die erarbeitete technologische
Lösung ist die Basis für eine Verbesserung der Serienmaschinen. Gewirkehersteller werden damit in
die Lage versetzt, durch geringfügige Adaption der vorhandenen Anlagentechnik 3D-Gewirke mit
unterschiedlich langen Polfäden als Basis für 3D-Freiformkörper herzustellen. Derartige Formkörper
stellen eine neue Generation textiler Produkte dar, die mit bisherigen Mitteln nicht oder nur durch
aufwändige Konfektionsschritte zugänglich waren. Durch die Entwicklung von 3D-Abstandsgewirken
mit variablen Polfadenlängen und deren Beschichtung mit Elastomeren ist es gelungen, aufblasbare
Formkörper herzustellen, die ohne aufwändige Konfektionierungsschritte nach dem Aufblasen eine
Form ausbilden. Die Siliconbeschichtung der Formkörper hält im Gebrauch einem Innendruck bis 2 bar stand. Der Druckabfall liegt nach 2 h bei ca. 9 %. Folglich sind die Formkörper nur für
Kurzzeitanwendungen < 2 h oder für Anwendungen, bei denen der Formkörper an eine Druckregelung angeschlossen ist, geeignet. Letzteres ist bei medizinischen Anwendungen wie Patientenlagerungssystemen zur Dekubitusprophylaxe oder der Kompressionstherapie der Fall. Für Chloropren und Butylkautschuk bleibt der Druck über mehrere Stunden konstant. Sie sind für technische Anwendungen interessant, bei denen der eingestellte Innendruck über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden muss. <link bericht bmwi igf>Bericht anfordern

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