
Abb.1: Schematische Darstellung der Projektinhalte. (Erstellt mit ChatGPT und nachfolgend modifiziert).

Abb.2: Voruntersuchungen zum Horizontalen Brennverhalten von Polyurethan-Kunstleder mit verschiedenen Flammschutzmitteln (20 phr) und jeweils 2 phr Bentonit. Die Brennrate konnte in Gegenwart von phosphorhaltigen Flammschutzmitteln deutlich reduziert werden. (FSM - Flammschutzmittel, org. P - organisches Phosphat, PEster - Phosphatester, APP - Ammoniumpolyphosphat)
AUFGABENSTELLUNG
Polyurethan (PUR) kann als Ausgangspolymer für die Herstellung von Kunstledern eingesetzt werden. Da PUR-Kunstleder leicht entzündlich sind, ist der Einsatz von Flammschutzmitteln (FSM) unumgänglich. In diesem Forschungsvorhaben sollen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, welche die derzeitigen Bestrebungen zur Stärkung der Nachhaltigkeit unterstützen. Daher stehen Ressourceneffizienz und biobasierte Rohstoffe besonders im Fokus.
PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines PUR-Kunstleders mit hohem Anteil nachwachsender Rohstoffe mit flammhemmenden und hydrolysestabilen Eigenschaften. Damit ein schneller Transfer gelingen kann, werden kommerzielle Materialien eingesetzt. Die Brandhemmung wird durch den Einsatz eines phosphorhaltigen Flammschutzmittels und Ton als synergistisches Additiv erzielt. Dadurch soll es zu einer verstärkten Brandhemmung, aber auch zu einer Reduktion der notwendigen Einsatzmenge des FSM kommen.
NUTZEN | AUSBLICK
Mit den entwickelten Rezepturen und ermittelten Ergebnissen können KMU biobasierte, flammgeschützte und hydrolysebeständige Produkte anbieten, welche dem Gebot der Nachhaltigkeit entsprechen sowie halogen- und lösungsmittelfrei sind. So können Kosten und Entwicklungszeit eingespart und den Kundenwünschen zu mehr Nachhaltigkeit entsprochen werden. Ein entsprechender Nachweis erfolgt über die Berechnung des PEF (Product Environmental Footprint). Weitere Kosten können eingespart werden, indem die Menge des einzusetzenden FSM deutlich herabgesetzt werden kann, wenn ein geringer Anteil von Ton gegenwärtig ist.
FORMALE ANGABEN | PROJEKTLEITER FILK | PROJEKTPARTNER |
Programm: IGF Förderkennzeichen: 01IF24614N Projektbeginn: 12.2025 Laufzeit: 24 Monate | Dr. Miriam Bader | keine |


