Immunogenität von Kollagenprodukten in Bezug zum DNA-Gehalt

BMWi INNO-KOM 49VF210004 | Laufzeit: 07.2021 – 06.2023 Sandra Stenzel, FILK Freiberg
  • Categories:
  • Biogene Rohstoffe
  • Kollagen

AUFGABENSTELLUNG

Für die Zulassung von kollagenbasierten Medizin­produkten muss eine Reihe von Nachweisen erbracht werden, die belegen sollen, dass eine Immun­antwort im Patienten ausge­schlossen werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei der Nachweis der erreichten Azellularität anhand der Messung des verbliebenen DNA-Gehaltes und der Nachweis des DNA-Fragmentierungsgrades. Bisherige Methoden zur Bestimmung des DNA-Gehaltes liefern besonders in dezellu­larisierten Kollagenprodukten falsch negative Ergebnisse und täuschen damit DNA-Freiheit vor.

 

PROJEKTZIEL | ARBEITSHYPOTHESE

Im Projekt soll daher eine neue Methode zur Bestimmung der DNA-Fragmentierung und -‍Quantität etabliert werden, da die bisherige DNA-Analytik nicht auf die in dezellu­larisierten Kollagen­produkten enthaltene fragmentierte DNA abgestimmt ist. Mit forensischen und in der Lebens­mittel­analytik etablierten Methoden soll der real enthaltene DNA-Gehalt in dezellularisierten Kollagen­implantaten bestimmt werden und anschließend mit der unspezifischen Immunantwort humaner Immunzellen auf die dezellu­larisierten Kollagen­produkte korreliert werden.

 

NUTZEN | AUSBLICK

Lässt sich eine Korrelation zwischen der DNA-Quantität und -‍Qualität zur Immunogenität eines Biomaterials aufstellen, kann die Immun­antwort anhand der Bestimmung der DNA vorhergesagt werden. Damit könnten die zeit- und kosten­intensiven vorklinischen Untersuchungen zur Verträglichkeit des Produktes am Tier reduziert werden. Zusätzlich könnten bereits in einer frühen Phase der Entwicklung eines dezellu­larisierten Medizin­produktes vielversprechende Dezellu­lari­sierungs­verfahren und immunkompatible Produkte über die Bestimmung des realen DNA-Gehaltes identifiziert werden. Dies kann zur effizienten und kosten­günstigeren Entwicklung von Medizin­produkten beitragen.


FORMALE ANGABEN
PROJEKTBEARBEITER FILK
PROJEKTPARTNER

Programm: INNO-KOM

Förderkennzeichen: 49VF210004

Projektbeginn: 07.2021

Laufzeit: 24 Monate

Dr. Sandra Stenzel

keine


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